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Eine Trennung steht bevor…die von meiner rechten Hüfte



 …. und was macht eine Autorin, wenn ihr so ein, selten erfreuliches, Ereignis bevorsteht? Richtig, sie schreibt es sich von der Seele. Wie man ja weiß, sind Trennungen oft mit Schmerz und Tränen verbunden und ich heule jetzt halt mal öffentlich. Ich trenne mich am Freitag, dem 8. Juli von meinem angeborenen rechten Hüftgelenk. Wir haben viele Jahrzehnte zusammengehalten wie Pech und Schwefel, waren nie voreinander getrennt, sind jeden Schritt zusammengegangen, so manchen in die falsche Richtung, aber im letzten Jahr war unser Zusammenleben nur noch Qual. Darum habe ich beschlossen, dass wir uns trennen müssen. Besser spät, als nie! Wie das im Leben manchmal so ist, habe ich nämlich schon eine neue im Auge🤣 eine nagelneue, eine aus Keramik. Die zieht nun am 8. Juli bei mir ein und ersetzt die alte. Ein nahtloser Austausch sozusagen, auch wenn ich wirklich nicht behaupten kann, dass mir diese Trennung leicht fiele, ganz im Gegenteil. Ich sehe ihr mit großer Angst und Sorge entgegen. Ich bin mir nämlich ganz sicher, dass der Trennungsschmerz lange anhalten und erst langsam von einem Gefühl der Befreiung abgelöst werden wird. Bestenfalls, denn möglicherweise komme ich über ihren Verlust nie so wirklich hinweg. Das muss die Zeit zeigen. Da Schreiben für Autoren oft die beste Medizin gegen Leid und Schmerz ist, werde ich wohl kaum die Hände in den Schoß legen, sondern in jeder freien Minute fleißig in die Tasten hauen. Aber, bis ich so weit bin, fließt schon noch ein bisschen Wasser den Rhein runter. Am Mittwoch, also übermorgen, bespreche ich jetzt zuerst mal mit den Experten, wie man mir die Trennung von meiner Hüfte möglichst leicht machen kann🥴Zum Glück ist die Zeit der Whiskey oder Holzhammerbetäubung vorbei, heute heißt das Zauberwort Vollnarkose. Kenne ich schon, hatte dieses Jahr bereits zwei. Wird so langsam zur Gewohnheit. Wie es danach weitergeht? Keine Ahnung, muss ich wohl abwarten, ich werde berichten, sobald ich wieder geradeaus gucken kann. Vielleicht hilft das dem einen oder anderen, der diesen Schritt noch vor sich hat.

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