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Es werden Posts vom Juli, 2022 angezeigt.

Negativ … aber so was von😡

 Ja, stimmt, heute Morgen war er weg, dieser zweite Strich, der mich so oft geĂ€rgert hat. Sauber und rein die FlĂ€che, keine Spur vom Virus mehr👍So fĂŒhlt sich GlĂŒck an, zumindest fĂŒr ein paar wenige Augenblicke, dann unterbrach ein Telefonat diesen Zustand abrupt. „HerbstfrĂŒchtchen“ - mein jĂŒngstes Baby, gerade erst erschienen, nagelneu, sozusagen noch durch die Nabelschnur mit mir verbunden, hat schon hater gefundenđŸ˜„Liebenswerte Zeitgenossen, die es zwar weder gekauft noch gelesen haben, aber dafĂŒr schnell mal mit einem oder zwei Sternen abgewertet. Amazon macht’s möglich. Man kauft das EBook, vergibt seinen schĂ€bigen einen Stern, gibt das Buch dann schnell wieder zurĂŒck und reibt sich grinsend die HĂ€nde. Der haben wir es gezeigt. Ja, stimmt! FĂŒr ein paar wenige Augenblicke hat das geklappt, es hat mich getroffen, weil BĂŒcher fĂŒr uns Autoren wirklich so etwas wie Kinder sind und an denen lassen wir nicht gern rummeckern. Jedenfalls nicht so schĂ€big, so hintenrum. Wenn’s Kritikpunkte

Geteiltes Leid …

  … ist immer noch Leid genug. Dieses Mistvirus will einfach nicht weichen und zwingt mich nach wie vor ins Bett. Katze Maya weicht dabei nicht von meiner Seite und auch bei meinen dringend notwendigen Wanderungen ĂŒber die Terrasse ist sie an meiner Seite. Ich weiß nicht warum, vielleicht will sie verhindern, dass ich heimlich wieder verschwinde, so, wie vor drei Wochen … Heute vor drei Wochen wurde ich gerade auf die OP zum Einbringen meiner neuen HĂŒfte vorbereitet. Ich hatte echt eine Scheissangst, und  der Gedanke, an das SĂ€gen und HĂ€mmern in meinem Inneren bereitete mir GĂ€nsehaut. Jetzt, im Nachhinein war natĂŒrlich alles gar nicht so schlimm. Die anfĂ€nglichen Schmerzen sind vergessen, wie mĂŒhsam es war, diesen Betonklotz, der mein Bein war, aus dem Bett zu hieven … auch vergessen. Ich laufe schon wieder ganz munter und wĂ€re dieses blöde Virus nicht, wĂ€re ich sicherlich noch viel weiter. Was soll’s ? Klagen und Jammern hat noch nie etwas geĂ€ndert, also mache ich das beste draus: Sch

Du bist immer so negativ …

 …du musst positiv denken, dann wird das schon👍kennt ihr solche Aussagen? Klar, wer nicht, aber heutzutage soll man ja besser negativ sein, positiv ist out đŸ„ŽIch habe das wohl zu spĂ€t erkannt, denn ich bin weiterhin  positiv, egal wie gern ich negativ wĂ€re.  Jeden Morgen starre ich hoffnungsvoll auf das kleine, weiße KĂ€stchen, denke mit aller Kraft negativ, aber der blöde zweite rote Strich taucht immer noch auf. Positiv👍Dabei hĂ€tte ich so viel zu tun…interessiert Corona alles nicht, es verbannt mich in die Einsamkeit meines Zimmers. Nicht mal plotten kann ich, an schreiben gar nicht zu denken.“HerbstfrĂŒchtchen“ mĂŒsste promotet werden, mir fehlt die Energie. Am Samstag endet die Bewerbungsfrist fĂŒr meine Leserunde auf Lovelybooks, habe ich auch viel zu wenig bekanntgemacht … gar nicht gut das alles. Kein bisschen positiv, auch wenn ich es rot auf weiß habe, wie positiv ich binđŸ€Ł

Corona ist ein A….loch

 Man kann es einfach nicht höflicher ausdrĂŒcken, dieses Virus ist einfach nur zum đŸ€źEs macht einem einen Strich durch alle PlĂ€ne und lacht sich darĂŒber kaputt. Ein lange, sehr lange geplantes Treffen mit Freunden habe ich gerade absagen mĂŒssen, ich bin zu schlapp, es wird nicht gehenđŸ€Ich huste mich durch meine NĂ€chte, schlafe kaum, mag weder Essen noch Trinken und fĂŒhle mich total matschig. Sicherlich trĂ€gt dazu auch die gerade erst ĂŒberstandene HĂŒftoperation bei, aber da war ich ja schon auf dem Weg der Besserung. Jetzt hĂ€tte ich eigentlich toll viel Zeit das nĂ€chste Buch anzufangen, schließlich ist „HerbstfrĂŒchtchen“ schon eine Woche altđŸ€Łaber, wie gesagt, Corona ist ein A…Loch, es lĂ€sst mich nicht. Kann mich nicht konzentrieren, nicht denken und nicht schreiben. Selbst dieser Blog hier strengt mich extrem an. Nun gut, alles nicht zu Ă€ndern, kommen auch wieder andere Zeiten. Und irgendwann starte ich den neuen Band, bis dahin lest doch erstmal die ersten drei BĂ€nde👍

Pest und Pocken oder

 LĂ€use und FlöheđŸ„ŽMurphys Gesetz, wenn etwas schieflĂ€uft, dann auch richtig. Als wĂŒrde eine neue HĂŒfte nicht reichen, sich so richtig Schei?e zu fĂŒhlen, nein, ich muss mir obendrein auch noch Covid 19 einfangen.  Meine  Hoffnung, dass es vielleicht nur eine schlichte ErkĂ€ltung ist, hat sich leider nicht erfĂŒllt, auch der PCR Test war deutlichđŸ˜„Also, irgendwie Koffer packen, was mit zwei KrĂŒcken eine echte Herausforderung darstellt. Helfen tat mir keiner. Immerhin bringt jemand mein GepĂ€ck in die Halle runter. Dann stehe ich vor der TĂŒr, fĂŒhle mich irgendwie aussĂ€tzig und ziemlich alleingelassen. Mein Mann schafft es auch nicht, mir diesen Eindruck zu nehmen, er geht erstmal einkaufen und lĂ€sst mich ziemlich lange warten. Außerdem kann er nicht verbergen, dass er sich vor mir und meiner Krankheit fĂŒrchtet. Weiche von mir, Satan! ✝️  Das Einsteigen ins Auto bewĂ€ltige ich irgendwie und auch die Treppe ins Haus klappt. Ich freue mich auf die Freude meines Hundes. Er wird außer sich sein vo

Wenn aus der Anschlussheilbehandlung…

 … eine Anschlussheulbehandlung wird, dann, ja dann hat man sich mit Covid 19 infiziert😡 Vor drei Tagen verließ uns eine Dame unseres Vierertisches, es ging ihr nicht gut. Sie hat das gemeldet, keiner sah eine Veranlassung, sie zu isolieren, nicht einmal als ihr Test positiv war, wurden wir informiert. Mein Test war negativ, aber mich quĂ€lte seit Mittwoch ein trockener Reizhusten. Erneut zum Test: Brauchen Sie nicht, die Inkubationszeit betrĂ€gt 5 - 7 TageđŸ„Ž Mittlerweile war mein Husten lauter und bellender geworden, in den Gruppen warf man mir merkwĂŒrdige Blicke zu. Also erneut zum medizinischen Dienst, auf Test bestanden und was soll ich sagen, der war schon zwei Minuten spĂ€ter ziemlich positiv. Also ab ins Zimmer und isoliert. PCR Test genommen, das Ergebnis kommt morgen. Noch hoffe ich auf ein falsch - positives Ergebis, glaube aber selber nicht so redet dranđŸ˜„ Engen Kontakt zu einer Infizierten, schnelle Symptome und ein positiver Schnelltest sprechen dagegen. Es wird wohl darauf

Genug kann nie genĂŒgen

 Wusstet ihr, dass man in unserem Nachbarland Österreich nach einer Operation erst einmal sechs Wochen in aller Ruhe gesund werden darf, bevor man in eine Reha Maßnahme geht? Nur bei uns, und in manchen KrankenhĂ€usern wird man bereits spĂ€testens am fĂŒnften Tag nach dieser OP entlassen, schließt sich die AHB unmittelbar an.Irgendwie mĂŒsste doch jedem einleuchten, dass dann die VerhĂ€ltnisse nicht die gleichen sind, wie nach sechs Wochen Zeit zum ausheilen. Nun gut, wir wollen nicht ungerecht sein, in den allermeisten LĂ€ndern gibt es ĂŒberhaupt keine Reha Maßnahme. Also sind wir trotzdem noch recht gut dran.  Wichtig finde ich zu betonen, dass die Heilung im Inneren, egal, wie gut wir uns auch fĂŒhlen, wie gut der einzelne auch laufen mag, bei weitem noch nicht abgeschlossen ist. Das dauert noch Wochen und Monate. Bis dahin sollte man sich als das betrachten was man ist, ein Rekonvaleszent Und kein Hochleistungssportler. Es ist egal, wie fit man vor der Operation auch gewesen sein mag, es s

Fest gemauert in der Erden…

 Bin ich versucht, Schiller zu rezitieren. Aber es geht ja nicht um eine Glocke, sondern um meine rechte HĂŒfte. Die aus Keramik. Bei der heutigen Eingangsuntersuchung des Krankengymnasten, sagte der verblĂŒfft: „ Lieber Himmel, da hat aber einer die HĂŒfte bombenfest eingesetzt. Luxieren wird die mit Sicherheit nicht. Allerdings werde ich eine Menge Arbeit mit Ihnen haben, denn ihre Muskeln und Sehnen sind vollkommen verkĂŒrzt und verhĂ€rtet. Ihr Motto fĂŒr die nĂ€chsten Wochen und Monate wird lauten: dehnen, dehnen, dehnen👍 Und was das in der RealitĂ€t heißt, hat er mir kurz darauf sehr eindrĂŒcklich gezeigt. Aua, kann ich da nur sagen.  Etwas deprimiert bin ich dann in die große Halle marschiert, wo ich mich doch tatsĂ€chlich auf ein Fahrrad setzen musste. Ich hasse Fahrradfahren. Schon immer. Keine Ahnung, warum. Vielleicht, weil mir stĂ€ndig der Hintern weh tun. NatĂŒrlich blieb mir das auch heute nicht erspart, denn die Therapeutin warf nur einen flĂŒchtigen Blick auf mich, stellte ein paar

Hilfe, ich bin blauđŸŸ

 Schön wĂ€r’s ja, betrifft aber leider nur mein Bein. Genauer gesagt, meine Kniekehle und die halbe Wade. Ich war so erschrocken beim Blick in den Spiegel, dass ich umgehend, wie sich das gehört, Doktor Google konsultiert habeđŸ€Ł Der war der Ansicht, dass man darauf unbedingt einen Arzt schauen lassen sollte. Einen solchen hatte ich nicht, aber immerhin eine Schwester. Also das erste Mal die Klingel betĂ€tigt. Daraufhin klingelte mein Telefon.„Ja? Aha, ich komme gleiche; stellen Sie die Klingel ab.“ TatsĂ€chlich erschien 10 Minuten spĂ€ter die Dienst habende Krankenschwester, warf einen völlig desinteressierten Blick auf meine blaue Kniekehle, beschmierte selbige mit einer Salbe und befand , dass das absolut normal aussĂ€he. Merke: Doktor Google hat nicht immer recht. MĂŒde vom ungewohnt vielen Laufen, legte ich mich gegen 22.30 Uhr in mein Bett, um zu schlafen. Angesichts der Außentemperaturen und der wirklich schönen Luft, öffnete ich meine BalkontĂŒr vorher  weit. Um 22. 50 Uhr wurde ich vo

Beim ersten Mal …

 … da tut‘s noch wehđŸ˜„Kennt man ja, und so ist es auch, wenn man zum ersten Mal wieder was anderes macht, als in einem Krankenhausbett rumliegen. Eigentlich fing alles ganz lustig an, zwei junge Frauen vom „Roten Kreuz“ kamen mit einer Rolltrage, um mich in die ReHa zu fahren. Na ja, natĂŒrlich nicht mit der Trage, sondern mit dem Krankenwagen, aber zu diesem wollten sie mich auf dieser Trage transportieren. Ich wollte das nicht. Wir haben uns dann geeinigt: Ich laufe und mein Koffer wird gefahrenđŸ€Ł. Alles ging gut, natĂŒrlich wollte ich auch nicht liegend verbracht werden, sondern aufrecht sitzend, was bei genauer Betrachtung der Lage, keine gute Idee war. Meiner HĂŒfte gefiel es nĂ€mlich nicht, und sie begann heftig zu schmerzen. Nach der etwa einstĂŒndigen Fahrt war ich daher schon ziemlich geschafft. Und dann kam der Aufnahmemarathon in der Rehaklinik. Endlos lange Wege, Untersuchungen, Koffer auspacken, und ich stellte schnell fest, dass ich wirklich noch nicht annĂ€hernd fit bin. Mich

Beleidigte Muskeln schiessen zurĂŒck ..

 …aber so was vonđŸ„”Mein Oberschenkel fĂŒhlt sich auch 6 nach OP noch an, als stĂŒnde ein Elefant drauf. „Das ist normal, das ist nur Muskelkater!“ Aha, na, da bin ich doch sofort beruhigt und es tut auch ĂŒberhaupt nicht mehr wehđŸ„”Von wegen, meine Elefant bleibt, wo er ist, drĂŒckt nur ab und an ein bisschen stĂ€rker, damit ich weiß, dass er noch da ist. Lasst euch nix erzĂ€hlen von „bisschen Muskelkater“ und haltet euch schon gar nicht fĂŒr Memmen. Dieses Riesenmuskelpaket da in meinem und in euren Oberschenkeln ist nĂ€mlich echt sauer. Zutiefst beleidigt und das kriegen wir zu spĂŒren. Es sind genau die Muskeln (und Sehnen, Nerven und Faszien) die den Operateur daran hindern wollten, euren HĂŒftkopf abzusĂ€gen und schnöde auf den MĂŒll zu werfen. Sie hatten keine Chance, wurden einfach mit Haken oder vielen Fingern aus dem Weg gehalten und mussten mitangucken, wie die SĂ€ge ihre Arbeit tat. Davon hĂ€tte sicherlich jeder ein Trauma erlitten, warum also nicht unsere Muskulatur? Na also. Sie hat geli

DĂ€ flöcke Pitter …

 oder fĂŒr Nichtkölner „der schnelle Peter“ ist das, was man nie weniger gebrauchen kann - als kurz nach einer TEP. Durchfall zwingt einen schließlich zu einer Geschwindigkeit, gegen die sich der Körper, inclusive aller Muskeln und Faszien noch strĂ€ubt. Gegen die Alternative habe ich mich aber gestrĂ€ubt und daher mein bestes gegeben. Raus aus dem Bett in Rekordzeit, der Griff nach den KrĂŒcken und dann auf in Richtung Keramik. Möglichst nicht atmen und alles zusammenkneifen, so gut es eben geht. Denjenigen, die in einer solchen Lage ein Mehrbettzimmer haben, gilt mein volles MitgefĂŒhl. Die können nur hoffen und beten …Aber auch mit Einzelzimmer ist es nicht so ohne, schliesslich muss man nach Erreichen des „sicheren Örtchens „erst noch die KrĂŒcken umfallsicher deponieren, sich selbst langsam und vorsichtig positionieren … na ja, den Rest kennt jeder, ob mit oder ohne TEP. Kaum zurĂŒck im Bett, erschöpft wie nach einem Marathon, geht das Spiel aufs Neue los … Sechsmal! Ich kann nur sagen,

Der Krankenhaus Blues und sonstige Ärgernisse

 Hat man zwar schon mal gehört, dass es so was geben soll, aber betrifft das nicht immer nur die anderen? Eigentlich doch nur die jungen MĂŒtter, die durch ihre Hormone in ein Loch stĂŒrzen und plötzlich heulen, obwohl sie ĂŒberhaupt keinen Grund haben? Nix is! Um zu heulen muss man nicht vorher einen Kind kriegen, das geht auch ohne. Weiß ich seit heute. Fing schon schlecht an der Tag: Mir fiel mein Handy runter und was   Na ich natĂŒrlich vergessen habe, ist eine Greifzange. Habt ihr schon mal versucht, mit Hilfe von zwei langen KrĂŒcken ein schmales Handy von einem glatten Boden hochzuheben und auf ein Bett zu befördern? Ich sage euch, das dauert! Dann stellt man fest, dass es gerade mal 04.40 Uhr ist. Was, zum Geier, macht man um 04.40 Uhr in einem Krankenhaus? Hellwach, noch dazu? Versuche, noch mal einzuschlafen. Klappt nicht, die Blase drĂŒckt. Wo habe ich diese verdammten KrĂŒcken denn hingestellt? Ah, unerreichbar hinter dem schwergĂ€ngigen Nachttisch stehen sie. Nachttisch ranziehen;

Man fĂŒrchtet, was man nicht kennt

 Und wer kennt schon HĂŒft TEPsđŸ„ŽDarum noch mal fĂŒr alle, die es vor sich haben und noch zittern vor lauter Angst: Es ist nicht wirklich schlimm. Hier noch einmal die Einzelheiten.  OP Vorbereitung, Legen der Infusionsnadel wird nie wirklich mein Hobby und ich habe auch noch nie einen AnĂ€sthesisten getroffen, der es wirklich gut kann, aber das geht vorbei. Dann gibt’s durch die Maske Sauerstoff, das tut nicht weh und gleich darauf verabschiedet man sich schon ins Land der TrĂ€ume. GetrĂ€umt habe ich allerdings auch noch nie. An das Aufwachen kann ich mich diesmal gar nicht erinnern, bin erst in meinem Zimmer wieder wachgeworden. Na ja, wach ist zu viel gesagt, ich habe mal die Augen aufgemacht, ein paar Entwarnungsmails verschickt, aber auch daran erinnere ich mich nicht mehr wirklich. Die meiste Zeit dieses Tages und auch die ganze folgende Nacht habe ich einfach gepennt. Einmal hatte ich heftige Schmerzen im operierten Bein, da war aber nur der Verband zu eng. Der wurde gelockert und di

Die HĂŒfte sitzt …

 … und ich zeige euch jetzt mein InnerstesđŸ€ŁNachdem ich mich gestern heftig ĂŒber die ZustĂ€nde hier beklagt habe, kam eben Chef persönlich. NatĂŒrlich wurde alles relativiert, so schlimm ist es schließlich auch nicht, wenn man mal 24 Stunden im durchgeschwitzten OPHemd, ungewaschen und mit ungeputzen ZĂ€hnen verbringt. Man hat auch noch nie davon gehört, dass jemand nach 36 Stunden tot umgefallen wĂ€re, weil das Abendessen ausgefallen und das FrĂŒhstĂŒck nach 9 noch nicht da war. Alles schick, kein Grund zur Aufregung. Auch das Bild vom StehkĂ€se mit der traurigen halben Tomate hat ihn nicht erschĂŒttert, vielleicht sieht das bei ihm zu Hause ja auch so ausđŸ€ŁđŸ€Ł Wie auch immer, er hat sich auf seine Kernkompetenz besonnen, und mir das Röntgenbild meiner niegelnagelneuen HĂŒfte mitgebracht und versichert, dass alles bestens sei. So wenig Blut sei geflossen; man habe nicht einmal eine Drainage gebraucht. Dass jetzt alles bretthart und heiß ist, liegt am Bluterguss, da könne man nur kĂŒhlen und abwa

Eingecheckt, operiert und leicht frustriert

 Die Nacht war nicht so prickelnd und an Schlaf gar nicht zu denken. Katze Maya hat alles gegeben, mich zu beruhigen, und das sogar zeitweise geschafft. Wer nie so eine schnurrende, warme, weiche Katze erlebt hat, die sich ganz eng ankuschelt und laut schnurrt, der hat einfach was verpasst im Leben. Das letzte Mal bewusst auf die Uhr geguckt habe ich um 04.15 und um 05.00 hat mich dann der Wecker aus dem Schlaf gerissen. Hund Sam hat etwas irritiert geguckt, aber weitergeschlafen. Mein Mann war ebenfalls wach und kurz darauf fuhren wir schon auf der Autobahn. Wir haben uns vor der TĂŒr des Krankenhauses verabschiedet und ich mich aufgemacht, meine Station zu suchen. Kaum gefunden, wurde ich wieder woanders hingeschickt, weil durch coronabedingten Personalmangel alles anders sei. Wieder hieß es warten, dann wurde ein erneuter Abstrich gemacht, Blutdruck und Fieber gemessen, ich bekam das schicke OP - Held samt PapierschlĂŒppi und man teilte mir mit, dass die OP wohl gegen 10 sei. Es war z

Eine Trennung steht bevor - und mir wird langsam sehr mulmig

 Der Countdown lĂ€uft - unerbittlich. Der letzte Tag vor X ist angebrochen. Ich habe kaum geschlafen und wenn, wirres Zeug getrĂ€umt. Hund und Katze, mit ihren feinen Antennen, wissen natĂŒrlich lĂ€ngst, dass etwas in der Luft liegt und reagieren darauf. Hund Sam lĂ€sst mich nicht aus den Augen und Katze Maya scheint auf mir festgeklebt zu sein. Sie arbeitet mit lautem Schnurren gegen ihr  und mein Unbehagen an. Um die Beiden mache ich mir ĂŒberhaupt die meisten Sorgen, vier Wochen ohne mich … wie sollen sie das verstehen, wie kann man ihnen klarmachen, dass ich wiederkomme - hoffentlich🙈Klar, mein Mann ist da, er kĂŒmmert sich, aber er ist nicht so wirklich ein Katzenfan und wird Mayas Schmusesucht sicherlich nicht bedienen. Außerdem verfolgt mich der Gedanke: Was, wenn ihm auch etwas passiert? Was Schlimmes? Was dann? Tochter liegt mit Corona flach und Hund Sam und Katze Maya mögen keine Fremden, ĂŒberhaupt nicht, ganz und gar nicht. Ich muss aufhören mit diesen schwarzen Gedanken, die fĂŒhr

Eine Trennung steht bevor ... Teil 3 Mein Hund wird mich vermissen ...

  Der Tag der Vorbereitung ist angebrochen  und besteht aus Warten. Warten vor der Anmeldung, warten vor der Blutabnahme, warten auf die diversen Ärzte. Unmengen an Unterschriften, man hat keine Zeit zu lesen, ob da vielleicht ein Kreditantrag oder ein Bausparvertrag dazwischen geschoben wurde. Ich habe jedenfalls keine Ahnung, was ich da alles unterschrieben habe, ehrlich. Dann weiter zum EKG, zur Blutabnahme und zum Coronatest, zurĂŒck ins Wartezimmer. GesprĂ€ch mit dem Oberarzt, der noch mal alles abfragt, was ich vorher schon schriftlich erklĂ€rt hatte. Erkrankungen? Operationen? Komplikationen, familiĂ€re Erkrankungen? Allergien? Dass ich ab 02.00  nichts mehr essen darf, warum ich aber viel Wasser trinken soll. Das Runterrasseln der möglichen Probleme durch eine Narkose. Er erzĂ€hlt eine Geschichte, die ich nur brockenweise verstehe. Dialekt, Maske und Trennscheibe sind eine Herausforderung fĂŒr mein Gehör. „Haben Sie Angst?“ „Ja und wie!“  „Warum, die Ärzte machen das hier öfter. Brau

Eine Trennung steht bevor …2 Ich glaub´, es hackt

 Man macht sich ja keine Gedanken, was man so alles braucht, wenn man plötzlich vier Wochen keine Waschmaschine zur VerfĂŒgung  hat, sich keine Schuhe binden darf und die HĂ€nde nicht mehr freihat, weil man an KrĂŒcken laufen muss. Lieber Himmel, mein Kopf ist voll, mein Konto leer. Ich habe mir tatsĂ€chlich 16 T-Shirts, 12 Paar Sneaker Socken, ein Dutzend Slips in einer Nummer grĂ¶ĂŸer und diverse BH‘s gekauft. Dazu „HĂ€ngerchen“ fĂŒrs Krankenhaus, damit ich mich anfangs nicht in enge Leggins quĂ€len muss, Schlafzeug fĂŒr warme und Schlafzeug fĂŒr nicht so warme NĂ€chte, sowie zwei Paar Schuhe mit SchnellschnĂŒrung. BĂŒcken ist ja nicht, wie schon erwĂ€hnt, aber fĂŒr den Notfall habe ich heute noch einen ĂŒberlangen Schuhanzieher gekauft, der zwar nicht in den Koffer passt, aber angeblich hilfreich sein soll, und eine Greifzange erstanden Nun habe ich zwei Koffer packen mĂŒssen, einen fĂŒrs Krankenhaus, einen fĂŒr die direkt anschließende Reha. Was packt man in den einen, was in den anderen? Boh nee, es

Eine Trennung steht bevor…die von meiner rechten HĂŒfte

 …. und was macht eine Autorin, wenn ihr so ein, selten erfreuliches, Ereignis bevorsteht? Richtig, sie schreibt es sich von der Seele. Wie man ja weiß, sind Trennungen oft mit Schmerz und TrĂ€nen verbunden und ich heule jetzt halt mal öffentlich. Ich trenne mich am Freitag, dem 8. Juli von meinem angeborenen rechten HĂŒftgelenk. Wir haben viele Jahrzehnte zusammengehalten wie Pech und Schwefel, waren nie voreinander getrennt, sind jeden Schritt zusammengegangen, so manchen in die falsche Richtung, aber im letzten Jahr war unser Zusammenleben nur noch Qual. Darum habe ich beschlossen, dass wir uns trennen mĂŒssen. Besser spĂ€t, als nie! Wie das im Leben manchmal so ist, habe ich nĂ€mlich schon eine neue im AugeđŸ€Ł eine nagelneue, eine aus Keramik. Die zieht nun am 8. Juli bei mir ein und ersetzt die alte. Ein nahtloser Austausch sozusagen, auch wenn ich wirklich nicht behaupten kann, dass mir diese Trennung leicht fiele, ganz im Gegenteil. Ich sehe ihr mit großer Angst und Sorge entgegen. Ic