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Eine Trennung steht bevor - und mir wird langsam sehr mulmig


 Der Countdown läuft - unerbittlich. Der letzte Tag vor X ist angebrochen. Ich habe kaum geschlafen und wenn, wirres Zeug geträumt.

Hund und Katze, mit ihren feinen Antennen, wissen natürlich längst, dass etwas in der Luft liegt und reagieren darauf. Hund Sam lässt mich nicht aus den Augen und Katze Maya scheint auf mir festgeklebt zu sein. Sie arbeitet mit lautem Schnurren gegen ihr  und mein Unbehagen an. Um die Beiden mache ich mir überhaupt die meisten Sorgen, vier Wochen ohne mich … wie sollen sie das verstehen, wie kann man ihnen klarmachen, dass ich wiederkomme - hoffentlich🙈Klar, mein Mann ist da, er kümmert sich, aber er ist nicht so wirklich ein Katzenfan und wird Mayas Schmusesucht sicherlich nicht bedienen. Außerdem verfolgt mich der Gedanke: Was, wenn ihm auch etwas passiert? Was Schlimmes? Was dann? Tochter liegt mit Corona flach und Hund Sam und Katze Maya mögen keine Fremden, überhaupt nicht, ganz und gar nicht. Ich muss aufhören mit diesen schwarzen Gedanken, die führen zu nichts, außer zu noch mehr Panik. Als Autorin lebe ich zwar von meiner Fantasie, im Moment ist sie allerdings sehr hinderlich. 

Die letzten Sachen sind im Koffer, in dem, den ich mit ins Krankenhaus nehme, der für die Reha steht gepackt parat. Überhaupt, die Anschlussheilbehandlungen, kurz ReHa genannt ... Noch steht nicht fest, ob es da, wo ich hin möchte, klappt. Das entscheidet sich erst einen Tag vor der Entlassung. Auch möglich, dass ich erst noch mal nach Hause gefahren werde ... nichts ist wirklich klar, hängt vom Kostenträger ab. In meinem Fall von der Krankenkasse. 

Ich kann nicht mehr viel tue, nur noch warten. Gegen 16 Uhr erfahre ich, ob und wann die OP morgen stattfindet. Ob, das hängt von den Untersuchungsergebnissen ab, vor allen Dingen wohl vom PCR Test. Postiv - nix OP, ist klar, oder? Vielleicht sollte ich noch schnell meine Tochter besuchen? Nein, Unsinn, mache ich natürlich nicht. Na ja und wann, könnte auch noch ein Problem werden. Viele müssen um sieben da sein ... vielleicht hören wir den Wecker nicht, das Auto springt nicht an, einer fällt die Treppe runter, wir geraten in einen endlosen Stau ... Nein! Wird alles nicht passieren, ist nur meine Fantasie.

Aber wisst ihr was? Wüsste ich nicht, was meine Leber die nächsten Tage und Wochen so alles wegstecken muss, dann würde ich mir heute die Kante geben, das steht mal fest. So muss ich das alles nüchtern ertragen.


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