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Bremsen und Deckel

 Kenne ich eigentlich nur vom Auto, dem Fahrrad und natürlich aus der Küche. Augenblicklich werden diese beiden Worte allerdings in einem völlig anderen Zusammenhang gebraucht. Gaspreisbremse und Gaspreisdeckel. Die lokalen Zeitungen, die Nachrichten und natürlich Social Media wirft mit diesen Begriffen inflationär um sich. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass es „bei den Bürgerinnen und Bürgern“ nicht so ganz klar ist, was das eigentlich bedeuten soll. Sie gehen weiterhin schlicht davon aus, dass es für sie persönlich teuer werden wird. Ob das vielleicht einer der Gründe für das Wahlergebnis in Italien ist, dass die Kommunikation so undeutlich und missverständlich ist? An den „Bürgerinnen und Bürgern“ vorbei? Dass die einfach die Nase voll haben von dem ganzen hin und her? Die Nase voll und außerdem große Angst, was da auf sie zukommt. Man kann doch nicht davon ausgehen, dass jeder Bundesbürger den gleichen Stand, das gleiche Wissen, und die gleiche Möglichkeit zur Information hat, wie
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Ich habe eine Meise …

 Leute, die mich kennen, werden jetzt vielleicht sagen: Das wussten wir schon lange😏aber darum geht es heute nicht. Nein, es geht um eine echte Meise, einen kleinen, hübschen Vogel. Normalerweise jedenfalls, aber meine Meise ist anders, sie ist eine Kamikaze - Meise, aggressiv und von einer unseligen Zerstörungswut besessen. Können Meisen an Tollwut erkranken? Doch eher nicht, oder? Also, meine Meise, die ich, obwohl ich ihr Geschlecht nicht kenne, Harry getauft habe, ist eindeutig auf Krawall gebürstet. Während ihre gefiederten Kumpane sich an meinen großzügig ausgehängten Meisenknödeln, Sonnenblumenkernen und Sämereien gütlich tun und mich mit ihrem Anblick erfreuen, guckt Harry nur verächtlich und krallt sich mit seinen Füßen, äh Pfoten oder hat er Tatzen? Biologen, wo seid ihr! wie auch immer, er krallt sich in das Mückennetz vor meinen Fenster und beginnt mit Vehemenz und irgendwie hämischem Gesichtsausdruck sein Zerstörungswerk. Er rupft und reißt, zieht und zerrt mit der geball

Mars macht mobil …

 …hieß mal eine dieser sinnbefreiten Werbungen für einen Schokoriegel. Dass das Wort Mobilmachung uns so schnell wieder in Angst und Schrecken versetzen würde, hätte damals wohl keiner gedacht. Putin, macht’s möglich. Und die Menschen flüchten zu tausenden aus seinem Reich. Zumindest die, die es sich leisten können, denn die Armen, sie sind, wie in allen Kriegen zum Bleiben und Sterben verurteilt. Und wir hier, im  Westen, in Europa? Was haben wir damit zu tun? Eine ganze Menge, denn einer von Putins alkoholverwirrten Generälen schwafelt bereits von einem Angriff auf Deutschland, einem atomaren Angriff. Und für eine Atombombe ist die Entfernung Moskau, Berlin ein Klacks. Wie ernst müssen wir das nehmen, und vor allen Dingen: Was können wir  tun? Ich glaube nicht, dass darauf irgend ein Mensch eine Antwort geben kann, denn wenn der Wahnsinn regiert, muss die  Vernunft oft schweigen. Leider hat der Wahnsinn im letzten Jahrzehnt rasant zugenommen Diktaturen regieren die Welt. Ob in Russla

„Ich bin Sauer“

So heißt die Erfüllung eines Traums, den ich seit vielen Jahren hege.Warum ich ihn nie in Angriff genommen habe, weiß ich selbst nicht so wirklich. Egal, vor einem Jahr habe ich einen wunderbaren Illustrator gefunden, mit dem zusammen ich endlich diesen Traum in die Tat umsetzen konnte. Gestern war er ausgeträumt. In dem Augenblick, in dem wir unser Gemeinschaftswerk bei Amazon online stellen wollten.  21 € schreibt uns KDP als Verkaufspreis vor, und davon erhalten wir als Schöpfer sage und schreibe 0,56 €. Ja, ich weiß, freie Marktwirtschaft und so, schon klar, aber das finde ich dann doch eine Unverschämtheit. Wie viele Stunden habe ich an den kindgerechten Texten gefeilt, wie viel Stunden mögen die wunderbaren Illustrationen gekostet haben? Ganz abgesehen von der Frage, wer bezahlt 21 € für ein Kinderbuch? Gut, als Geschenk von Oma und Opa, Tante Onkel, Freunden, zum Geburtstag, Nikolaustag, Weihnachten ist das natürlich super, zumal man damit die Kleinen auch noch lange wunderbar b

Et hätt noch emmer joot jejange …

 Artikel 3 des Kölschen Grundgesetzes. Sollte sich so mancher an den Kühlschrank hängen, denn was im Augenblick an Schreckensszenarien, Horrormeldungen, Pessimismus und sonstigem Unheil durch die sozialen Medien geistert, macht einen sonst krank. Es wird mit Fremdworten nur so um sich geschmissen: Inflation, Deflation, inflationäre Deflation, deflationäre Inflation … Es kann einem schwindlig dabei werden, und so manch einer wird aus dem googeln wohl kaum noch rauskommen. Besser wird es ihm danach kaum gehen, denn all diese Begriffe verursachen  vor allen Dingen eins: hilflose Angst. Denn, was kann der einzelne, also wir, du und ich, schon dagegen unternehmen? Wenig, bis gar nichts, wir können nur abwarten, was passiert, egal, was wir tun, ob wir jeden Cent dreimal umdrehen und sparen, oder unsere gesamten Ersparnisse auf den Kopf hauen, wird an der Situation nichts ändern. So steht es schließlich  in Art. 2 des Kölschen Grundgesetzes: Et kütt wie et kütt Und genau deswegen, macht Panik

Das große Glück ist …

 …die Summe kleiner Freuden. Dieser Spruch hat lange an meinem Kühlschrank gehangen, weil ich finde, dass er was hat. Was ist das denn:  Das große Glück? Geld? Das dicke Auto, die Karriere, die große Liebe? Kinder? Ich sage es gleich, ich habe keine Ahnung. Dabei stolpere ich heute schon den ganzen Tag über dieses Wort „Glück“. Zuerst habe ich eine Szene geschrieben, in der es oft vorkommt, klar definiert von der bisher eher miesepetrigen Sarah. Da ist natürlich die Liebe im Spiel, wie so oft in diesem Zusammenhang. Leider ist aber dieses große Glück, wie man an den Scheidungszahlen sehen kann, keineswegs immer von Dauer. Im Gegenteil. Manchmal endet das, was einmal als großes Glück begann, mit Mord und Totschlag. Also, gibt es das überhaupt, das „große Glück“ oder stimmt eher mein Kühlschrankspruch von den kleinen Freuden? Der große Hemmingway hat sich offensichtlich auch schon mit dieser Frage beschäftigt. Kennt ihr die Antwort? Bleibt zufrieden❤️

Hättet ihr es gewusst?

    Das Auto musste zum TÜV und der stellte fest, dass im linken Vorderreifen ein Abrieb war. Irgend jemand muss damit einmal heftig über einen Bordstein oder ähnliches gebrettert sein. „Ist noch nicht dramatisch“, sagte der nette Mensch vom TÜV,“ aber in absehbarer Zeit werden sie einen neuen Reifen benötigen. Da mein Mann schon immer von der vorsichtigen, vorausschauenden Sorte war, machte er zügig einen Termin beim Autohändler seines Vertrauens. Der besah sich den Schaden ebenfalls, und kam zu dem Schluss, dass der Mitarbeiter vom TÜV Recht hatte. Ein neuer Reifen musste her, allerdings erst einmal bestellt werden. Nach einer Woche war es soweit, ein Anruf informierte uns darüber, dass unser neuer linker Vorderreifen nun angekommen sei. Mein Mann fuhr hin und kam etwas verstört zurück. Was war passiert? Nach dem Wechsel des linken Vorderrades,  teilte der nette Mitarbeiter ihm mit, dass er so nun schlecht fahren könnte. Schließlich sei durch den Wechsel des linken Reifens und  dem V