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Sternenkinder


 Sternenkinder nennt man sie heute, diese Babys, zu früh geboren oder sehr früh gestorben. Vor wenigen Jahrzehnten sprach man darüber nicht, die Frauen litten still und heimlich, es war „keine große Sache.“ Mein Sternenkind hieß Sandra und kam auch an einem 12. Januar mit nur 850 Gramm zur Welt. Eine schlecht gelaunte Hebamme forderte mich auf, stärker zu pressen „das Kind sei ehe schon tot“ - war es nicht, was alle unvorbereitet traf. Vielleicht vergaß man darum auch, mich über seinen Tod zu informieren. Erst auf meine Nachfrage, wie es meinem Kind gehe, kam die Antwort: Ach, du lieber Himmel, das ist doch längst tot. So war das mal, ist noch gar nicht so lange her, einen Fliegenschiss in der Evolution. Heute schreibe ich eine Triggerwarnung in ein Buch, in dem ein solches Sternenkind thematisiert wird, damit Betroffene darauf vorbereitet sind. Und es gibt viele Betroffene, viel mehr als man denkt. Wusstet ihr das?


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