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Autorenleben am Limit


 Nee, wirklich, es ist alles gar nicht so einfach. Ich finde ja, das Leichteste am Veröffentlichen eines neuen Buches ist das Schreiben desselben. Danach wird es kompliziert. Entweder muss man einen Verlag suchen und finden,  ein Weg mit vielen Untiefen, denn nicht jeder Verlag ist auch einer. Da gibt es zum Beispiel diese DKZV - Druckkostenzuschussverlage, die jedem angehenden Autoren das Blaue vom Himmel versprechen. 5000 garantiert verkaufte Bücher in den ersten drei Monaten und die lächerlichen 5000.- Euro, die man schnell überweisen soll, hat man umgehend wieder drin. Leute, lasst die Finger von sowas, das sind Abzocker, sonst nichts. Ich bin immer wieder erschrocken, wie viele junge Kollegen/innen das noch nicht wissen. Aber ok, selbst „seriöse Verlage“ sind noch nicht die Lösung, die meisten sind vielleicht engagiert, haben aber leider kaum Geld. Lektorat, Satz und Cover fallen daher eher schlicht aus und auch danach geht es nur schleppend weiter, denn für Werbung fehlt die notwendige Kohle. Ohne Werbung wird sich aber auch das tollste Buch nicht verkaufen. Also muss der Verfasser selbst aktiv werden und verdient am Ende - nichts, denn der Hauptbatzen bleibt beim Verlag und dem Handel. 10% vom Nettoverkaufspreis für den Autor sind die Regel, also round about 0,50 Euro pro verkauftem Buch. Damit wird man nicht reich, nicht mal satt, denn die Steuer möchte davon schließlich auch noch etwas haben. Sonst wird das Schreiben schnell mal als Hobby eingeordnet und dann wirds richtig finster. 
Was bleibt ist SP - Selfpublishing. Heißt, man zahlt alles selbst, vom Lektorat, über das Cover und den Satz, bis hin zur Werbung. Eine teure Angelegenheit, kann ich euch sagen und das ohne jede Garantie. Denn egal, wie gut jemand schreiben kann, wie toll das Cover geworden ist, wie fehlerfrei und gut gesetzt das Buch daherkommt, heißt das immer noch nicht, dass es sich auch verkauft. Man kann den Lesern noch so sehr mit Werbung auf den Wecker gehen, vielleicht passt das Genre nicht, das Cover kommt nicht rüber usw. Tausend mögliche Gründe, die wir selten erfahren. Ihr seht, Autorenleben ist auch keine Ponyhof ;) 
Wer trotzdem nicht aufgibt, immer weiterschreibt, der ist mit Herz und Seele Autor, einen anderen Grund gibt es einfach nicht, jedenfalls habe ich bis heute keinen gefunden. Aber vielleicht hat hier jemand einen??





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