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Hättet ihr das gewusst?


 Schon 1922 richtete sich der Publizist Kurt Hiller vehement gegen den Paragraf 175, der sexuelle Handlungen zwischen Männern unter drastische Strafen stellte. Es dauerte dann nur noch gut ein halbes Jahrhundert, nämlich bis sage und schreibe 1994, bis er endlich abgeschafft wurde. Unfassbar, aber wahr. Nachweislich wurden 140 000 Männer deswegen vor Gericht gestellt und verurteilt. Man nannte sie nach diesem Paragrafen „Hundertfünfundsiebziger“. Wie viel Elend, wie viel Leid, bis hin zum Suizid, um der Familie die „Schande zu ersparen“ es darüber hinausgegeben haben mag, das können wir nicht einmal erahnen. 

In meiner „Luise - Trilogie“ habe ich dieses Thema aufgegriffen. Ein Staatsanwalt und ein Polizeichef, homosexuell und ständig in Gefahr, entdeckt zu werden. Auch Luise braucht eine ganze Weile; bis sie versteht, dass es „so was“ gibt, schafft es aber in beachtlichem Tempo, auch das als „gottgefällig“ einzuordnen. Als sie dann aber ihre Freundin Emilie mit einer Frau auf einer Bank sitzen sieht, gerät ihr Weltbild erneut aus den Fugen. „Dass Frauen so etwas tun; wer hätte das gedacht?“


„Luise und ihr Traum vom Gestern“

„Luise und ihr Traum von morgen“

und in Vorbereitung

„Luises und ihr Traum von Freiheit“



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