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Wenn einer einer ReHa tut Tei 2


 Man könnte den ganzen Tag lachen, wäre es nicht so traurig😥Nachdem ich bin seit einigen Tagen wahnwitzige Blutdruckwerte habe, wurde von ärztlicher Seite die genaue Dokumentation darüber angeordnet. Morgens um 7 kommt die Schwester (wenn sie denn kommt) um 10 und um 15 soll ich zu den Schwestern hingehen, um mir von Ihnen den Druck messen zu lassen. Gestern um 10:00 Uhr erster Versuch, endete ergebnislos ich konnte nicht länger warten, weil mein nächster  Behandlungstermin anstand.Gegen 11:00 Uhr startete ich den nächsten Versuch, der ebenfalls erfolglos blieb. Um 12:00 Uhr blieb ich hartnäckig sitzen, bis mir eine Schwester in sehr genervten Ton erklärte, ich könnte meinen Blutdruck gefälligst selbst messen. Für meine Antwort, das könnte ich natürlich schon, sollte es aber nicht, hatte sie nur ein Kopfschütteln übrig. 

Mittlerweile, ich bin jetzt wirklich auf den buchstäblichen 180, kommt eine andere Schwester, winkt mich mit in einen Raum und misst meinen Blutdruck. „Viel zu hoch“ stellt sie fest, „ich gebe Ihnen jetzt Nitro.“ Meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Hatte ich doch in dieser Reha bereits Corona bekommen, Bluthochdruck- Krisen und nun auch noch Nitroglyzerin. Was mochte  wohl als Nächstes kommen? Die Nachmittags - Messung fällt erneut aus, weil ich sie nicht zwischen all die Termine packen kann. Gegen 20:00 Uhr erscheint die freundliche Nachtschwester und stellt einen Druck von 150 zu 83 fest👍Na also, geht doch, das ist doch fast schon wieder im Normalbereich. Am nächsten Morgen, erscheint keine Schwester zum Messen, also laufe ich los, um es selbst zu erledigen. 174 zu 111😱🙈1 Stunde später steht meine Abschluss - Untersuchung an, Schließlich verlasse ich morgen diese gefährliche Stätte. Der jungen Ärztin gefallen die Werte ebenso wenig wie mir, und sie beschließt, nach Rückfragen bei ihrem Oberarzt, mir doch besser einen Blutdrucksenker mit auf den Weg zu geben. Abzuholen bei den Schwestern. Ich habe Glück, die freundliche hat Dienst. Sie entspricht meiner Bitte, noch einmal zu kontrollieren, legt mir die Blutdruck -Manschette um den Oberarm und lässt die Elektronik  pumpen. Sie pumpt und pumpt, ich beisse die Zähne zusammen, bohre  mir die Fingernägel in die Handflächen, habe Angst mir fällt der  Arm ab. Plötzlich tut es einen Knall, die Manschette löst sich mit einem Ruck von meinem Oberarm und fliegt davon.

„Oh, das Gerät ist kaputt“, schliesst die Schwester messerscharf, holt sich ihr Stethoskop, und versuchte es auf die altbewährte Art. 140/80😱😱

Wir gucken uns etwas irritiert an, sie zuckt die Schultern und sagt: „naja, jetzt nehmen Sie erst einmal die Tablette, die der Oberarzt angeordnet hat, und dann beobachten Sie zu Hause ihren Blutdruck weiter.“

Ich gebe es zu, ich bin manchmal mit meinen Äußerungen etwas… spontan, könnte man sagen, auf alle Fälle schüttle ich vehement den Kopf und sage:“Den Teufel werde ich tun! Ich nehme jetzt keine Tablette, egal, wer die angeordnet hat, kontrolliere zu Hause meinen Blutdruck, und entscheide dann. Da ich ohnehin morgen nach Hause gehe, entscheide ich das in eigener Verantwortung. Sie haben das Ihre getan.“

Sie gibt noch nicht auf, startet einen letzten Versuch: „Es kann doch aber sein, dass ihr Blutdruck in 2 Stunden wieder so hoch ist wie vorhin.“

„Ja“, sage ich, „das kann sein. Es kann aber auch sein, dass er genau so normal ist wie jetzt. Wer kann das sagen?“ 

Ich kann nur sagen, ich werde drei Kreuze schlagen, wenn ich aus dieser Einrichtung verschwinden kann🙏





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