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Ist Aufgeben eine Option?


 Nee, ist es nicht, hinfallen—aufstehen, Krone richten und weitermachen,  ist eher meine Haltung. Trotzdem, in letzter Zeit schwächele ich immer öfter und finde, dass sich das alles nicht mehr wirklich lohnt. Gute Nachrichten haben Seltenheitswert, Inflation, Deflation, Rezession und ein möglicher  Atomschlag  beherrschen die Medien. Dagegen anzuschreiben kostet verdammt viel Kraft. Humor war aber in allen Zeiten eine starke Waffe, nur gegen diesen geballten  Pessimismus scheint er nicht mehr anzukommen. Die Preise steigen rasant, Butter, Brezel und Benzin, alles wird fast täglich teurer, da hilft es auch nicht, dass ich an meinen Büchern nicht einmal mehr die teure Butter aufs Brot verdienen. Auch wenn sauer bekanntlich lustig macht, und mein „Sauer“ obendrein noch fröhlich und klug, gewährt mir Amazon, gerade noch die bereits erwähnten  0,56 €. Ich müsste also sechs Bücher für ein halbes Pfund Butter, vier für einen Liter Benzin und etwa 1500 für meine Miete verkaufen😱käme da nicht noch die Steuer ….😱 Aber natürlich sind das alles nur müßige Spekulationen, denn wie sagte weiland schon Berthold Brecht in der „Dreigroschenoper“: „Erst kommt das Fressen, dann die Moral“ und das könnte man gut erweitern: Dann die Kultur🥴 Ja, Kultur - und dazu gehören eben auch Bücher - gehört zu den Dingen, die zuerst eingespart werden, wenn die Zeiten schlechter werden. Ist so, war so, bleibt so. Weiß ich natürlich, aber es tut trotzdem weh zu sehen, wie unwichtig es plötzlich ist, was man tut. Und trotzdem mache ich weiter, was soll ich sonst auch tun ? Aber ich möchte an euch alle, die diesen Blog lesen, appellieren, vergesst das Lesen nicht. Bücher sind verlässliche Freunde, auch in dunklen Zeiten. Sie bringen zum Lachen, lenken vom Alltag ab und erwärmen das Herz. Meine Kollegen*innen und ich, die euch unterhalten,  sind gerade jetzt auf eure Treue  besonders angewiesen. Also, vergesst uns bitte nicht.


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