Und wer kennt schon Hüft TEPs🥴Darum noch mal für alle, die es vor sich haben und noch zittern vor lauter Angst: Es ist nicht wirklich schlimm. Hier noch einmal die Einzelheiten.
Dienstag, 12. Juli 2022
Man fürchtet, was man nicht kennt
Und wer kennt schon Hüft TEPs🥴Darum noch mal für alle, die es vor sich haben und noch zittern vor lauter Angst: Es ist nicht wirklich schlimm. Hier noch einmal die Einzelheiten.
Montag, 11. Juli 2022
Die Hüfte sitzt …
… und ich zeige euch jetzt mein Innerstes🤣Nachdem ich mich gestern heftig über die Zustände hier beklagt habe, kam eben Chef persönlich. Natürlich wurde alles relativiert, so schlimm ist es schließlich auch nicht, wenn man mal 24 Stunden im durchgeschwitzten OPHemd, ungewaschen und mit ungeputzen Zähnen verbringt. Man hat auch noch nie davon gehört, dass jemand nach 36 Stunden tot umgefallen wäre, weil das Abendessen ausgefallen und das Frühstück nach 9 noch nicht da war. Alles schick, kein Grund zur Aufregung. Auch das Bild vom Stehkäse mit der traurigen halben Tomate hat ihn nicht erschüttert, vielleicht sieht das bei ihm zu Hause ja auch so aus🤣🤣 Wie auch immer, er hat sich auf seine Kernkompetenz besonnen, und mir das Röntgenbild meiner niegelnagelneuen Hüfte mitgebracht und versichert, dass alles bestens sei. So wenig Blut sei geflossen; man habe nicht einmal eine Drainage gebraucht. Dass jetzt alles bretthart und heiß ist, liegt am Bluterguss, da könne man nur kühlen und abwarten. Wird bald wieder! Glaube ich ihm, denn ich komme tatsächlich jedes Mal etwas besser aus dem Bett. Zum Abendessen hatte ich ein Bier bestellt - alkoholfrei natürlich. Es war nicht da, nur ein Teebeutel; gänzlich unverpackt, lag auf dem Tablett. „Ein Bier wollen Sie, ja, Moment.“ Zehn Minuten später kam er mit einer Flasche Malzbier an, drehte auf mein Kopfschütteln wieder um und brachte schließlich ein Pils. Zimmertemperatur, locker 25 Grad🙈
Sonntag, 10. Juli 2022
Eingecheckt, operiert und leicht frustriert
Die Nacht war nicht so prickelnd und an Schlaf gar nicht zu denken. Katze Maya hat alles gegeben, mich zu beruhigen, und das sogar zeitweise geschafft. Wer nie so eine schnurrende, warme, weiche Katze erlebt hat, die sich ganz eng ankuschelt und laut schnurrt, der hat einfach was verpasst im Leben. Das letzte Mal bewusst auf die Uhr geguckt habe ich um 04.15 und um 05.00 hat mich dann der Wecker aus dem Schlaf gerissen. Hund Sam hat etwas irritiert geguckt, aber weitergeschlafen. Mein Mann war ebenfalls wach und kurz darauf fuhren wir schon auf der Autobahn. Wir haben uns vor der Tür des Krankenhauses verabschiedet und ich mich aufgemacht, meine Station zu suchen. Kaum gefunden, wurde ich wieder woanders hingeschickt, weil durch coronabedingten Personalmangel alles anders sei. Wieder hieß es warten, dann wurde ein erneuter Abstrich gemacht, Blutdruck und Fieber gemessen, ich bekam das schicke OP - Held samt Papierschlüppi und man teilte mir mit, dass die OP wohl gegen 10 sei. Es war zwanzig vor 7🥴🥴 Also bin ich wieder hoch in mein - echt schönes Zimmer mit einem luxuriösen Bad - gefahren und habe erst mal meinen Koffer ausgepackt - sehr zum Ärger der Raumpflegerin. Mein Hinweis, dass das Zimmer blitzsauber sei, beantwortete sie kurz: Egal, muss ich trotzdem putzen🥴Kurz vor 10 wurde ich dann durch die Schleuse in den OP Bereich gehoben und durch einen sehr langen, sehr kalten Gang gefahren. Dort gab’s das schicke grüne Mützchen und diesen einen Anästhesisten, der nie die Vene findet. Dreimal vergeblich. Ich wäre verdammt gerne wieder gegangen. Das Letzte woran ich mich erinnern kann, ich bekam den Single Shot und eine Sauerstoffmaske und danach : kompletter Filmriss. Auch an den Aufwachraum habe ich seltsamerweise überhaupt keine Erinnerung mehr. Erst in meinem Zimmer bin ich wieder einigermaßen zu mir gekommen, habe aber fast den ganzen Tag und auch die ganze Nacht verschlafen. So müde war ich nach einer Operation noch nie. Keine Ahnung woran das liegt, vielleicht am Narkosemittel. Ein plötzlich einsetzender, sehr heftiger Schmerz im operierten Bein, weckte mich auf. Es fühlte sich an, als würde mein gesamter Oberschenkel in Flammen stehen. Der herbei gerufene Arzt stellte fest, dass der Verband viel zu stramm gewickelt war und begab sich daran, ihn mittels einer Schere aufzuschneiden. Danach wurds besser. Nicht besser wurde hingegen die Tatsache, dass mein Bein etwa doppelt so dick wie normal aussah, und steinhart war. Von der Beweglichkeit alle Eisenbahnschienen.
Die ersehnte Physiotherapie beziehungsweise Lymph- Drainage fand natürlich nicht statt, da Wochenende. Immerhin half mir eine Schwester auf die Bettkante und zeigte mir, wie das mit den Krücken funktionieren soll. Kaum wieder zurück im Bett, und fix und fertig, tauchte ein Pfleger mit einem Rollstuhl auf. Röntgen war angesagt. Klingt einfacher als es ist. Allein das Umsteigen aus dem Stuhl auf die Röntgenliege, war ein Kraftakt voller Schmerzen. Bis ich wieder zurück in meinem Rollstuhl saß, war ich buchstäblich schweißgebadet. Ich trug auch noch immer mein OP Hemd, war weder gewaschen, noch hatte mir irgendjemand mal eine Zahnbürste gereicht -nach mehr als 24 Stunden. Ich lag noch nicht ganz wieder im Bett, kam ein anderer Pfleger mit einem anderen Rollstuhl. Erneutes Röntgen sei angesagt, da man bei meiner Aufnahme das Röntgen der Lunge vergessen habe. The Same Procedure again. Wieder die Odyssee durch das ganze Krankenhaus, dass man vor Aufnahme keine Stunde zu früh betreten darf, wegen der erhöhten Infektionsgefahr. Die Röntgenassistentin guckte irritiert, schüttelte den Kopf und erklärte, man habe sich wohl im Namen vertan, ich würde nicht erwartet. Auf mein Kopf schütteln reagierte sie unwirsch, wurde sogar ausgesprochen unfreundlich. Sei ein Fehler, könnte schließlich vorkommen, da bräuchte ich nicht mit dem Kopf zu schütteln. Das Wort Entschuldigung fiel ihr wohl grad nicht ein. Der Rest vom Wochenende verlief vollkommen ereignislos, ich bekomme Tabletten, die mich müde machen, gegen die Schmerzen allerdings überhaupt nichts ausrichten. Dafür ist das Essen schlecht und hat mit einer Privatstation wirklich überhaupt nichts zu tun. Dafür sind allerdings die Pfleger und Pflegerinnen ebenso jung wie freundlich. Man darf gespannt sein, wie es nun am morgigen Montag hier weitergeht.
Donnerstag, 7. Juli 2022
Eine Trennung steht bevor - und mir wird langsam sehr mulmig
Der Countdown läuft - unerbittlich. Der letzte Tag vor X ist angebrochen. Ich habe kaum geschlafen und wenn, wirres Zeug geträumt.
Hund und Katze, mit ihren feinen Antennen, wissen natürlich längst, dass etwas in der Luft liegt und reagieren darauf. Hund Sam lässt mich nicht aus den Augen und Katze Maya scheint auf mir festgeklebt zu sein. Sie arbeitet mit lautem Schnurren gegen ihr und mein Unbehagen an. Um die Beiden mache ich mir überhaupt die meisten Sorgen, vier Wochen ohne mich … wie sollen sie das verstehen, wie kann man ihnen klarmachen, dass ich wiederkomme - hoffentlich🙈Klar, mein Mann ist da, er kümmert sich, aber er ist nicht so wirklich ein Katzenfan und wird Mayas Schmusesucht sicherlich nicht bedienen. Außerdem verfolgt mich der Gedanke: Was, wenn ihm auch etwas passiert? Was Schlimmes? Was dann? Tochter liegt mit Corona flach und Hund Sam und Katze Maya mögen keine Fremden, überhaupt nicht, ganz und gar nicht. Ich muss aufhören mit diesen schwarzen Gedanken, die führen zu nichts, außer zu noch mehr Panik. Als Autorin lebe ich zwar von meiner Fantasie, im Moment ist sie allerdings sehr hinderlich.
Die letzten Sachen sind im Koffer, in dem, den ich mit ins Krankenhaus nehme, der für die Reha steht gepackt parat. Überhaupt, die Anschlussheilbehandlungen, kurz ReHa genannt ... Noch steht nicht fest, ob es da, wo ich hin möchte, klappt. Das entscheidet sich erst einen Tag vor der Entlassung. Auch möglich, dass ich erst noch mal nach Hause gefahren werde ... nichts ist wirklich klar, hängt vom Kostenträger ab. In meinem Fall von der Krankenkasse.
Ich kann nicht mehr viel tue, nur noch warten. Gegen 16 Uhr erfahre ich, ob und wann die OP morgen stattfindet. Ob, das hängt von den Untersuchungsergebnissen ab, vor allen Dingen wohl vom PCR Test. Postiv - nix OP, ist klar, oder? Vielleicht sollte ich noch schnell meine Tochter besuchen? Nein, Unsinn, mache ich natürlich nicht. Na ja und wann, könnte auch noch ein Problem werden. Viele müssen um sieben da sein ... vielleicht hören wir den Wecker nicht, das Auto springt nicht an, einer fällt die Treppe runter, wir geraten in einen endlosen Stau ... Nein! Wird alles nicht passieren, ist nur meine Fantasie.
Aber wisst ihr was? Wüsste ich nicht, was meine Leber die nächsten Tage und Wochen so alles wegstecken muss, dann würde ich mir heute die Kante geben, das steht mal fest. So muss ich das alles nüchtern ertragen.
Mittwoch, 6. Juli 2022
Eine Trennung steht bevor ... Teil 3 Mein Hund wird mich vermissen ...
Der Tag der Vorbereitung ist angebrochen und besteht aus Warten. Warten vor der Anmeldung, warten vor der Blutabnahme, warten auf die diversen Ärzte.
Unmengen an Unterschriften, man hat keine Zeit zu lesen, ob da vielleicht ein Kreditantrag oder ein Bausparvertrag dazwischen geschoben wurde. Ich habe jedenfalls keine Ahnung, was ich da alles unterschrieben habe, ehrlich. Dann weiter zum EKG, zur Blutabnahme und zum Coronatest, zurück ins Wartezimmer. Gespräch mit dem Oberarzt, der noch mal alles abfragt, was ich vorher schon schriftlich erklärt hatte. Erkrankungen? Operationen? Komplikationen, familiäre Erkrankungen? Allergien? Dass ich ab 02.00 nichts mehr essen darf, warum ich aber viel Wasser trinken soll. Das Runterrasseln der möglichen Probleme durch eine Narkose. Er erzählt eine Geschichte, die ich nur brockenweise verstehe. Dialekt, Maske und Trennscheibe sind eine Herausforderung für mein Gehör. „Haben Sie Angst?“
„Ja und wie!“
„Warum, die Ärzte machen das hier öfter. Brauchen Sie ein Tablettchen vorher?“
„Jaaaa, unbedingt!“
„Ach Gottchen, sind Sie ein Sensibelchen?“
„Nein, aber nach zahllosen Operationen und endlosen Schmerzen, langsam mürbe.“
„Na okay, kriegen Sie. So, wir sind hier fertig, gehen Sie jetzt zurück ins Wartezimmer, ich wünsche Ihnen alles erdenklich Gute.“
Eineinhalb Stunden später geht’s zum Orthopäden.„Wie war Ihr Name? Was soll gemacht werden? Aha! Gibt es in Ihrer Familie Erkrankungen…“
„Entschuldigung, aber das alles habe ich doch schon schriftlich angegeben und der Anästhesist hat es auch noch mal abgefragt. Könnten Sie das nicht einfach von dort abrufen?“
„ Nein, tut mir leid, aber ich muss Sie das alles noch mal fragen, also: Operationen …“
Ich rassele runter, was ich mittlerweile auswendig kann, er ist beeindruckt.
„Dann erzähle ich Ihnen jetzt was über die möglichen Nebenwirkungen ...“
„Danke, die kenne ich auch, sollte ich eine vergessen, ergänzen Sie es einfach.“ Ich zähle auf, was ich auf die Schnelle zusammenbekomme: Infektion, entweder während der OP oder postoperativ, unvorhersehbare Blutungen, die eine Transfusion nötig machen, Thrombose, Lungenentzündung oder Lungenödem …“
„Gut, ich sehe schon, Sie haben da Erfahrung. Wegen Ihrer postoperativen Thrombose vor zwei Jahren, müssen Sie für 35 Tage Thrombosespritzen bekommen. Nach einer Weile geht das aber auch mit Tabletten … sonst noch Fragen?“
„Ich bin etwas nervös, habe wirklich lange, richtig heftige Schmerzen und möchte sicher sein, dass postoperativ ein gutes Schmerzmanagement vorgesehen ist.“ Verspricht der nette Mensch mir. „Alles, was Sie wollen, bei uns muss keiner Schmerzen haben. Einfach klingeln!“
Das war’s. Ich fühle mich etwas besser, nicht gut, aber etwas besser. Morgen erfahre ich dann, wann die OP angesetzt ist. Ich hoffe, nicht allzu früh, denn ich muss ja anreisen, vorher die Hunde rauslassen, duschen, anziehen, etc. Es wird stressig!
Montag, 4. Juli 2022
Eine Trennung steht bevor …2 Ich glaub´, es hackt
Nun habe ich zwei Koffer packen müssen, einen fürs Krankenhaus, einen für die direkt anschließende Reha. Was packt man in den einen, was in den anderen? Boh nee, es wird echt höchste Zeit, dass der Tag der Tage kommt, bevor ich völlig wuschig werde. M
orgen ist Vorgespräch, vielleicht erzählen sie mir da auch noch mal, was ich alles noch nicht gekauft habe👍Kauft ihr bis dahin bitte weiterhin meine Bücher, ich brauche zumindest ein paar Lichtblicke in meinem augenblicklichen Elend🙈
Sonntag, 3. Juli 2022
Eine Trennung steht bevor…die von meiner rechten Hüfte
…. und was macht eine Autorin, wenn ihr so ein, selten erfreuliches, Ereignis bevorsteht? Richtig, sie schreibt es sich von der Seele. Wie man ja weiß, sind Trennungen oft mit Schmerz und Tränen verbunden und ich heule jetzt halt mal öffentlich. Ich trenne mich am Freitag, dem 8. Juli von meinem angeborenen rechten Hüftgelenk. Wir haben viele Jahrzehnte zusammengehalten wie Pech und Schwefel, waren nie voreinander getrennt, sind jeden Schritt zusammengegangen, so manchen in die falsche Richtung, aber im letzten Jahr war unser Zusammenleben nur noch Qual. Darum habe ich beschlossen, dass wir uns trennen müssen. Besser spät, als nie! Wie das im Leben manchmal so ist, habe ich nämlich schon eine neue im Auge🤣 eine nagelneue, eine aus Keramik. Die zieht nun am 8. Juli bei mir ein und ersetzt die alte. Ein nahtloser Austausch sozusagen, auch wenn ich wirklich nicht behaupten kann, dass mir diese Trennung leicht fiele, ganz im Gegenteil. Ich sehe ihr mit großer Angst und Sorge entgegen. Ich bin mir nämlich ganz sicher, dass der Trennungsschmerz lange anhalten und erst langsam von einem Gefühl der Befreiung abgelöst werden wird. Bestenfalls, denn möglicherweise komme ich über ihren Verlust nie so wirklich hinweg. Das muss die Zeit zeigen. Da Schreiben für Autoren oft die beste Medizin gegen Leid und Schmerz ist, werde ich wohl kaum die Hände in den Schoß legen, sondern in jeder freien Minute fleißig in die Tasten hauen. Aber, bis ich so weit bin, fließt schon noch ein bisschen Wasser den Rhein runter. Am Mittwoch, also übermorgen, bespreche ich jetzt zuerst mal mit den Experten, wie man mir die Trennung von meiner Hüfte möglichst leicht machen kann🥴Zum Glück ist die Zeit der Whiskey oder Holzhammerbetäubung vorbei, heute heißt das Zauberwort Vollnarkose. Kenne ich schon, hatte dieses Jahr bereits zwei. Wird so langsam zur Gewohnheit. Wie es danach weitergeht? Keine Ahnung, muss ich wohl abwarten, ich werde berichten, sobald ich wieder geradeaus gucken kann. Vielleicht hilft das dem einen oder anderen, der diesen Schritt noch vor sich hat.
Was du gesehen hast …
Was du gesehen hast ist kein Krimi und auch kein Thriller und schon gar kein Herz/Schmerz - Kitschroman. Es ist die wahre Geschichte eines...
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Ja. Ich bekenne mich schuldig, ich habe diesen Blog sehr lange vernachlässigt, monatelang vernachlässigt sogar. Als Entschuldigung kann ich...
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… dann will er nicht und ich kann euch sagen, er ist sehr erfinderisch darin, mir das zu zeigen. Sam hat mal wieder seine Pfote aufgekau...