Mittwoch, 12. April 2023

Was du gesehen hast …


  Was du gesehen hast ist kein Krimi und auch kein Thriller und schon gar kein Herz/Schmerz - Kitschroman. Es ist die wahre Geschichte eines erfolgreichen Mannes, der mit zahlreichen Symptomen versucht, ein Kindheitstrauma zu verdrängen, was sich nicht mehr verdrängen lässt.

Nein, es ist keine Missbrauchsgeschichte, davon gibt es schon so viele, dass ich keine weitere schreiben werde. Es ist aber eine Geschichte darüber, dass wir hingucken müssen, wenn unser Unterbewusstsein uns etwas sagen will. Krankheiten wie Herzinfarkt, Hypertonie, Magengeschwüre und Burnout ließen sich dann vielleicht verhindern. Und es ist eine Geschichte über den Verlauf einer Psychotherapie, denn damit kenne ich mich als Psychotherapeutin natürlich aus. 

Vielleicht kauft ihr es euch einfach, aber vielleicht habt  ihr ja auch Lust auf eine kleine, gemeinsame Leserunde? Wenn ja, folgt mir hier, kommentiert mit „ja“ und schickt mir eure Emailadresse per PN. Dann erhaltet ihr von mir kostenlos das Ebook. Wir diskutieren dann gemeinsam bestimmte Abschnitte und ihr verfasst anschließen eine kurze Rezension auf Amazon. Das ist wichtig und Vorausgesetzt für eure Teilnahme.

Traut euch, macht mit😘


Donnerstag, 30. März 2023

Schlaflos in Zweibrücken


 Ja, es muss nicht Seattle sein, um schlecht zu schlafen, man braucht dazu nur Maya😥 Bis gegen Mitternacht ist noch alles in Ordnung, aber dann hat sie ihren Auftritt und den kündigt sie schon von weitem mit lauten Trompetenrufen an. Vielleicht will sie nur verhindern, dass ich mich erschrecke, ich will ihr ja nichts unterstellen, denn kurz darauf landet sie, vier Füßen voraus, auf mir. Was sie dabei trifft, liegt an meiner Lage.. Liege ich zufällig auf dem Rücken, ist es meist mein Magen. Mir bleibt dann erst mal die Luft weg, immerhin bin ich von jetzt auf gleich hellwach. Maya tretelt kräftig und erzählt lautstark von den Erlebnissen ihres letzten Streifzugs. Danach macht sie klar, dass sie jetzt dringend einige Streicheleinheiten benötigt. Sie wandert die Bettdecke nach oben, bis sie mein Gesicht erreicht hat, und wirft sich mit voller Breitseite darauf. Ich versuche zu atmen, was durch einen dicken Katzenpelz mühsam ist. Darum drehe ich mich auf die Seite, was Maya in Schieflage bringt. Sie muss sich daher an meinen Ohren festhalten.😥Nun liege ich auf der Seite, das Gesicht an ihren Bauch gepresst. Sie hält weiter meine Ohren umklammert. Die Lage gefällt ihr aber nicht, darum ist sie bemüht, sich zu befreien .Bis ihr das gelingt, habe ich alle vier  Pfoten mindestens einmal im Mund, aber dann hat sie es geschafft, sie stiefelt eine Etage höher und legt sie wie ein Schal um meinen Kopf. Das wäre weiter nicht schlimm, würde sie nicht umgehend die Kreissäge anwerfen, und die befindet sich jetzt direkt über meinem Ohr. Ihr glaubt ja nicht, wie laut das Schnurren einer Katze sein kann, an Schlaf ist nicht mehr zu denken. Das Leben mit einer Katze kann so schön sein.🥴




Familiengeschichten


 Es hat sich jetzt „ausgeherbstet“, auch wenn viele das nicht gerne gehört haben. Die leicht chaotische Familie, in der selten alles glatt läuft, ist meinen Lesern nämlich wirklich ans Herz gewachsen. Mir ist es beim Schreiben ganz ähnlich gegangen, es hätte mich nicht gewundert, wäre einer von ihnen durch die Tür gekommen. Sie alle haben schnell zu leben begonnen. Und das ist doch das beste, was Protagonisten passieren kann. Erst dann sind sie authentisch, lösen Gefühle aus, positive oder negative, ganz egal. Sie haben die Möglichkeit, sich zu entwickeln und neue Wege zu gehen. Ich weiß am Anfang eines Buches schließlich auch nie, wohin sie mich führen. Nun habe ich diese Reihe mit „Herbstzauber“ also beendet, wie gesagt, mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Aber irgendwann muss Schluss sein. Der Leser merkt, wenn es nur noch darum geht, eine Fortsetzung zu schreiben. Alle haben zu einem mehr oder weniger guten Ende gefunden, und dass das Leben nicht mit einer Hochzeit oder der ersten Liebe zu Ende ist, das weiß schließlich jeder selbst. So bleibt Raum für persönliche Fantasie, wie es mit Familie Brinkman und Co. weitergegangen sein könnte. Lasst es mich doch einfach mal wissen und wenn ihr mögt, dann folgt mir hier, kostenlos und unverbindlich, nur um nichts zu verpassen♥️

Dienstag, 28. März 2023

Vernachlässigung


 Ja.

Ich bekenne mich schuldig, ich habe diesen Blog sehr lange vernachlässigt, monatelang vernachlässigt sogar. Als Entschuldigung kann ich nur anführen, dass ich eigentlich keine habe. Außer, dass das Interesse nicht allzu hoch war und die Zahl der Aufrufe in keinem Verhältnis zum Zeitaufwand standen. Na ja, dann musste ich auch noch ein neues Buch rausbringen und mich von meiner halben Schilddrüse trennen, einen Sturm in einem sehr stinkenden Wasserglas überstehen, wobei ich ein weiteres Mal feststellen musste, dass die Menschen, die mich am allerwenigsten kennen, das meiste über mich  zu tratschen hatten🤣🤣

Nun ist der Weg wieder offen, ich bin wieder gesund, habe aussortiert, was weg konnte und Platz für gutes Neues geschaffen. Schreiben tue ich natürlich auch wieder und soviel kann ich schon mal sagen:  Es wird richtig spannend, wenn ein abgesehener Chefarzt plötzlich nicht mehr über Ampeln fahren kann, ins Bett macht und ihm darin auch ansonsten nichts mehr gelingen will. Wie die Psyche sich bemerkbar machen kann, wenn sie etwas zu sagen hat und man ihr nicht zuhört.  Ihr dürft sehr gespannt sein. 

Montag, 28. November 2022

Advent, Advent, der Baum, er brennt

 2, 

 Gerade erst habe ich eine Szene geschrieben, Weihnachten bei den Brinkmanns. Erinnert irgendwie an Loriots unvergessenes „Weihnachten bei den Hoppenstedts“, oder?

Vermutlich liegt es daran, dass es in ganz vielen Familien an Heiligabend, dem Höhepunkt der ach so besinnlichen Adventszeit, heftig kracht oder doch zumindest so einiges schiefgeht. 

Nun haben wir aber noch gar keinen Heiligabend, trotzdem läuft bei mir heute alles schief. Ich wache mit einer dicken Backe und pochenden Schmerzen auf, die ich nicht einmal genau lokalisieren kann. Auf alle Fälle wird mich mein erster Weg zum Zahnarzt führen. Reicht ja nicht, dass ich heute bereits einen Augenarztermin habe. Ich bin jetzt in einem Alter, in dem an jedem Tag ein anderer Körperteil zum Arzt möchte.🥴

Gerade habe ich mich an den Frühstückstisch gesetzt, da treibt mich ein würgendes Geräusch die Höhe. Katze Maya hat sich entschlossen, auf den Teppich zu kotzen. Natürlich unter den Tisch, wohin auch sonst? Schließlich kommt man dort am schlechtesten an die Bescherung dran. Nur mit äußerster Kraftanstrengung kann ich Hund Linda davon abhalten, mir zu helfen, und die Angelegenheit auf ihre Art zu regeln. Mein Mann schaut dem Geschehen zu und lacht. Ob er weiß , in welcher Gefahr er sich gerade befindet.😡Zahnschmerzen und kotzende Katzen sind keine gute Kombination und könnten meine pazifistische Grundeinstellung ins Wanken bringen. 

Ich krabbel mühsam unter dem Tisch hervor und freue mich auf einen Kaffee, da beschließt Hund Nummer

dass heute der eine von 365 Tagen wäre, an dem er vor dem Frühstück 💩💩💩💩müsste. Dringend👍

Ich habe für heute schon mal fertig, der Tag kann weg. Dagegen ist es doch bei den Brinkmanns in „Herbstgezwitscher“ fast friedlich.


Montag, 21. November 2022

Wenn der Hund nicht will …

 …  dann will er nicht und ich kann euch sagen, er ist sehr erfinderisch darin, mir das zu zeigen. Sam hat mal wieder seine Pfote aufgekaut und jeden Verband schneller wieder ab, als ich ihn anlegen kann. Also geht man als gutes Frauchen zum Tierarzt. Der begutachtet die Situation und legt einen Verband an.🤣 Tabletten gibt es auch, die Sam zweimal täglich nehmen muss. Will er nicht. Er beißt schon seine Zähne zusammen, wenn er mich kommen sieht. Also versuche ich, ihm die Dinger schmackhaft zu machen, und wickele sie in Leberwurst. Die mag er, leckt sie auch sorgfältig von der Tablette ab. Ich nehme das angelutschte Teil und schmiere Butter drauf, die mag er auch. Die Tablette nicht. Nun habe ich gehört, dass man da nicht lange zögern soll, also packe ich Sams Schnauze, mache sie auf und werfe die Tablette in den Rachen. Sam schluckt, was auch immer, die Tablette ist es nicht. Die liegt nach wie vor unversehrt da. Ich wiederhole den Vorgang, diesmal schiebe ich die Tablette mit zwei Fingern weit in den Rachen, Sam würgt und guckt mich vorwurfsvoll an, die Tablette ist unversehrt. Ich gebe es auf, gehe hin zermörsere das Teil, vermische



das Pulver mit geriebenen Käse, einem weiteren Stück Butter und dekoriere das ganze mit gekochtem Schinken. Mein Hund schaut mich mit diesem „warum nicht gleich so“ Blick an und schluckt das Gebilde mit einem Happs runter. Ich gehe dann mal Schinken kaufen🤣



Freitag, 18. November 2022

Ich kann Kanzler

 🥴

 Wisst ihr was? Ab morgen werde ich Schauspielerin👍 wahlweise Politikerin. Ja, warum denn nicht? Kann doch so schwer nicht sein, schließlich können gefühlte 90 % dieser  Berufe auch Bücher schreiben. Einfach so, müssen sie nicht lernen, schütteln sie mal eben kurz aus dem Ärmel. Story? Egal, Hauptsache der Name auf dem Cover verspricht Umsatz.

Ich habe geheiratet - das wird ein Buch

Ich wurde geschieden - sollte die Welt erfahren 

Ich habe ein Kind bekommen - wie aufregend

Ich habe kein Kind bekommen  - sollen alle erfahren

Ich habe Ängste - schreibe ich schnell ein Buch

Ich hatte Corona, Influenza, Verdauungsstörungen, Migräne

oder  Hühneraugen - das wird ein Bestseller 

Kein Thema ist banal genug, als dass man kein Buch darüber schreiben könnte. Natürlich tingeln sie danach  durch 101 Talkshow und machen Werbung für ihr ach so spannendes Werk. 

Jetzt frage ich mich natürlich, wen interessiert das? Wer kauft so etwas und warum? Und die letzte und wichtigste Frage.: Wer schreibt denen das? Sie selbst nicht, never ever, denn, auch wenn es vielleicht so aussieht, als müsste man es nicht, Bücher schreiben muss man lernen. Also, keine Sorge, ich gehe nicht in die Politik und auch die Schauspielerei überlasse ich denen, die es gelernt haben. Warum können die das nicht auch?




 




Donnerstag, 17. November 2022

Archäologischer Fund hinter dem Bett


 Ja, nicht nur in Ägypten oder den Rhein entlang, kann man Artefakte aus vergangenen Zeiten aufspüren. Alles begann mit einem verlorenengegangenen Führerschein. Mein Mann behauptete, der müsse verlängert werden, und ich begann meine Suche. Den Führerschein fand ich nicht, im Gegenteil ich fand den Verlust meiner Gesundheitskarte🥴 umgehend rief ich dort an, wo ich sie das letzte Mal gebraucht hatte. Nein, man hatte sie nicht gefunden. Weiteres Nachdenken ergab, dass mich das auch gewundert hätte, denn mir fiel ein, dass ich sie danach noch zu einem Anruf bei der Krankenkasse in der Hand gehabt hatte. Nicht nur in der Hand, auch im Bett! Ja, ich hatte zum Telefonieren auf dem Bett gelegen. Katzenbesitzer werden das kennen. Das macht man, damit der Tiger sich einem umgehend auf den Bauch legen kann. Ein ungeschriebenes Gesetz weiß, dass Katzen nur auf Bäuchen gut schlafen können. Wo war ich? Ach ja, die Versichertenkarte. Messerscharf kombinierte ich, dass sie vermutlich hinter das Bett gefallen sein könnte. Mithilfe meines Mannes, (schließlich war der an allem Schuld. Hätte er nicht fälschlicherweise behauptet, ein Führerschein müsse verlängert werden, wäre mir schließlich der Verlust der Karte überhaupt nicht aufgefallen.🤣🤣) rückten wir nun das schwere Boxspringbett zur Seite, und dort lag sie … die Versichertenkarte. Und neben ihr der archäologische Fund. Die tadellos erhaltene Mumie einer Maus.😱😱Einschließlich ihrer letzten Tätigkeiten auf Erden. Warum sich Mäuschen ausgerechnet hinter meinem Bett zum Sterben niedergelegt hat, werde ich wohl nie ergründen können. Nun hat sie ihre endgültig letzt Ruhe in Bio - Müll gefunden🤣

Endlich weiß ich wieder, dass alles, was geschieht einem Plan folgt, einen hören, tieferen Sinn hat. Mein Mann war ausersehen, diese Kette von Ereignissen in Gang zu setzen, um einem Mäuschen zur letzten Ruhe  zu verhelfen.😇😇 Nun beginne ich mit der Suche nach meinem Führerschein, was werde ich dabei alles finden?🤣🤣

Ihr findet hoffentlich alle meine Bücher bei Amazon👍

B


Dienstag, 15. November 2022

Novemberblues

 

Es soll Leute geben, die den November lieben. Kuscheltime mit warmen Socken, Glühwein und einem guten Buch auf der Couch. Gemütlichkeit pur. Ich mag ihn nicht, diesen November und offenbar viele meiner Kollegen und Kolleginnen auch nicht. Jedenfalls habe ich heute Morgen in Social Media schon drei oder vier Kommentare gelesen, in denen es um den Novemberblues ging. Lustlosigkeit, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, alles drei Dinge, die auch Autoren nicht gut tun. Wie soll man lustige, aktive, verliebte, also rundum positive Protagonisten aufs Papier bringen, wenn man sich selbst am liebsten im Bett verkriechen würde?

Nun könnten Nicht -Autoren natürlich anfügen, dass man ja nicht unbedingt schreiben müsse und das Werk einfach bis zum nächsten Frühjahr liegen lassen könne. Ha-ha. Schön wär’s, wenn das so einfach wäre. Ist es aber nicht, die meisten von uns sind Getriebene, unruhige Geister, deren im Kopf entstehende Bilder zu Papier gebracht werden wollen, werden müssen. Und der Buchmarkt ist ein Haifischbecken. Nicht ständig etwas Neues, bist du ganz schnell vergessen und weg vom Fenster. Ein weiterer Grund für Stimmungstiefs sind nämlich die für uns einsehbaren Verkaufszahlen. Also, die Menge an Bücher, die über Tag verkauft wurden. Auch da scheint der November seinem Ruf als Totenmonat gerecht werden zu wollen: Es tut sich nichts😥die finanzielle Stimmung in Deutschland ist schlecht, verständlicherweise, und das merken wir Autoren natürlich auch. Ein weiterer Grund für Lustlosigkeit und düstere Stimmung. Eine Katze, die sich in den Schwanz beißt. Geht ja mal gar nicht, das muss umgehend wieder aufhören. „Jetzt reiß dich mal zusammen und hör auf zu jammern“! hätte meine Mutter jetzt wohl zu mir gesagt. „Du wolltest ja unbedingt Bücher schreiben, niemand hat dich gezwungen, also, dann mach auch das Beste draus!“

Zu Befehl, Frau General, ich mache das Beste draus, stehe jetzt auf und setze mich an meinen Laptop. Und ihr da draußen, vergesst nicht, dass Bücher Seelen heilen können. Und falls ihr es noch nicht wisst, der vierte Band meiner Herbstreihe „Herbstgezwitscher“ erscheint nächste Woche. Bis dahin könntet ihr noch schnell die ersten drei lesen👍Gibt es bei Amazon🎄






Dienstag, 1. November 2022


 Über dieses Zitat bin ich heute gestolpert, habe kurz innegehalten, überlegt und dann genickt. Ich finde, es stimmt. Geht’s euch nicht auch so, man möchte vieles genauso wie gestern, letztes Jahr, vor zehn und mehr Jahren, und hat Angst loszulassen, etwas Neues zu versuchen. Das ist vertraut, fühlt sich gut an, bequem wie alte Schluffen, aber, es ist auch langweilig, immer nur die alten eingetretenen Pfade zu gehen. Gut, dass es Menschen gibt, die Neues wagen, denn sonst gäbe es schließlich keinerlei Fortschritt.

Fortschritt heißt  ja nicht, Altbewährtes nicht zu schätzen.Traditionen sind wichtig und richtig, sie verbinden und sie geben Sicherheit. 

Wie komme ich eigentlich darauf? Ach ja, ich habe „Herbstgezwitscher“ fertig geschrieben und auch da kam das Thema „Traditionen“ auf. Für Oma Inge etwas ganz wichtiges, für Enkelin Lara ein Grund zum Würgen. Und das zu Weihnachten, denn genau in dieser brisanten Zeit spielt der vierte Band meiner Herbstreihe. 

Wenn man Statistiken glauben darf, gibt es zu keiner anderen Zeit im Jahr so viele Familienstreitigkeiten, die zum Teil tödlich enden, wie an Heiligabend. Auch das scheint Tradition zu sein. Tödlich endet es im Hause Brinkmann nicht, aber ich verspreche euch, es geht sehr hoch her.

Bis dahin lest doch noch schnell „Herbstfrühling“, „Herbstgewittern“, und „Herbstfrüchtchen“, damit ihr auf dem Laufenden seid.

Gibt’s bei Amazon und bei mir, gern mit persönlicher und individueller Widmung - das ist bei mir Tradition❤️


 


Mittwoch, 26. Oktober 2022

Die Wahl zwischen Pest und Pocken

 


Die gute Nachricht zuerst: es ist nicht Corona! Aber, es gibt sie, diese Zeiten, in denen jeden Tag ein anderer Körperteil zum Arzt will😫Letzte Woche wollte meine Blase zum Urologen und machte ordentlich Druck. Also, Akuttermin gemacht und hingegangen. Sagen wir mal so, wird nicht mein Hobby, jedenfalls nicht freiwillig. Es wurden Kulturen angelegt, was der Blase wohl zu lange dauerte, auf alle Fälle hört sie auf zu drängeln. Ich wollte schon aufatmen, da fiel es meinem linken oberen Eckzahn ein, dass er schon viele Jahre keine Probleme mehr gemacht hätte. Er holte  das über Nacht nach.😫😫Schmerztermin beim Zahnarzt meines Vertrauens.

Trotz heftiger Schmerzen musste ich an Ottos: „Großhirn an Kleinhirn“ denken, als sich meine Blase heute Morgen in aller Deutlichkeit, mit ekelhaften Schmerzen, zurückmeldete.

Schluss mit lustig, jetzt nehme ich die angeordneten Antibiotika, sage dem Eckzahn, dass er sich gedulden muss und den Zahnarzttermin ab. Liege nun mit Wärmflasche im Bett, trinke literweiser Ingwer Tee und hoffe, dass die krampfartigen Höllenschmerzen bald erträglicher werden. Falls ihr Tipps habt, immer her damit, auch eine Tüte Mitleid könnte nicht schaden.😖












Montag, 17. Oktober 2022

Der arme Poet


 1839 vom deutschen Maler Carl Spitzweg gemalt und eines der bedeutendsten Werke seiner Zeit.

Zugegeben, ganz so schlimm ist es um uns Autoren*innen wohl eher nicht bestellt, aber für unseren Stundenlohn würde sich wohl noch in keinem anderen Beruf jemand aus seinem Sessel erheben. Der ist nämlich unterirdisch, gar nicht errechenbar, eher ein Monatslohn und auch da noch weit vom Mindestlohn entfernt. Dazu kommt, dass wir einen einsamen Beruf ausüben, allein, im mehr oder weniger stillen Kämmerlein. Nicht einmal Applaus erhalten wir für unsere Kunst😥 Doch, wir sind Künstler oder unterhalten wir euch etwa nicht? Wir entführen euch in fremde Länder, fremde Kulturen, lassen euch mit unseren Protagonisten lachen und weinen, zittern und bangen. Wir schenken euch eine Auszeit, aus eurem Alltag. Um das auch weiterhin tun zu können, könnten wir eure Hilfe gebrauchen:

Sprecht über unsere Bücher, kauft unsere Bücher - möglichst sofort nach Erscheinen, denn nur so erhalten wir Sichtbarkeit, schreibt ein paar Zeilen, auf Amazon, Thalia, Weltbild etc. Rezensionen sind nicht alles, aber sie helfen uns ebenfalls sichtbar zu werden. Das wäre euer Applaus für uns❤️




Donnerstag, 13. Oktober 2022

Die Jugend und die Zeit


 „Hast du wirklich gedacht, du könntest still und heimlich nach Bechhofen kommen und dich an mir vorbeischleichen?“

So begann gestern ein unerwartetes Telefongespräch mit meinem Freund Thomas Füßler von der Rheinpfalz. Am Ende war dann alles anders als zuvor. Ich bestreite die Lesung am Sonntag nun nicht allein, wie geplant, nein, ich bringe meine Enkelin mit und wir lesen mit verteilten Rollen. Kein Problem, dazu muss ich ja nur das komplette, längst geplante und auf die Minute getimte Manuskript völlig neu schreiben und ausdrucken. Bis heute um 15.00 Uhr, weil, da muss ich in Bechhofen sein, damit er neue Bilder machen kann, die auch einer 15 jährigen genehm sind. Danach darf ich dann meine junge Co-Autorin davon überzeugen, dass man so etwas zumindest ein/zweimal gemeinsam proben muss, damit es halbwegs professionell rüberkommt. Vorher darf ich sie aber noch von irgendwo abholen, damit sie überhaupt die Zeit dazu findet🙈 Von wo genau, das wird sie mir hoffentlich demnächst mitteilen.

Klar, dass ich dafür eigene, durchaus süße Pläne, streichen muss und das Kaffee mit der gigantischen Kuchenauswahl nun nicht kennenlernen werde. Was soll‘s, die Jugend ist eben vielbeschäftigte und es grenzt an ein Wunder, dass sie die Zeit überhaupt gefunden hat🥴 

Wenn ich bis Sonntag den Stress überlebe, wird das bestimmt eine tolle Lesung, davon bin ich überzeugt. Man liest sich …❤️

Dienstag, 11. Oktober 2022

Zum Dienen verurteilt


 Ich habe eine Katze und das sagt viel über mich und meinen Charakter aus. Ich bin bereit zu dienen🥴Bedingungslos, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, Jahr um Jahr. Sie waren einmal Götter, diese pelzigen Wesen, wurden jahrtausendelang angebetet, wurden gehegt und gepflegt. Die Todesstrafe drohte jedem, der einer Katze Schaden zufügte, und mit dem schönen Leben im Jenseits war es dann auch vorbei. Zumindest meine Katze hat diese paradiesischen Zeiten nicht vergessen und arbeitet daran, sie einigermaßen wieder herzustellen. Sie macht das subtil, tut immer so, als sei ich Frau im Haus, aber ich weiß, dass das zu ihrer Taktik gehört. Die Geschichte mit dem Futter, die hatten wir schon, müssen wir nicht wiederholen, kennt jeder Katzenhalter. 365 verschiedene Futtersorten, keine davon ist der Dame genehm. Im Augenblick steht sie ausschließlich auf Leberkäse. Den feinen, in hauchdünne Scheiben geschnitten. Davon nimmt sie gnädig ein Scheibchen entgegen. Meine Warnungen, dass Leberkäse nichts für Katzen sei, schnurrt sie einfach weg. Dann begehrt sie rausgelassen zu werden, kann sich aber nicht entscheiden, durch welche Tür. Das dauert so seine Zeit, bis sie schließlich an die erste zurückgeht und mir dann den Rücken kehrt. Wenig später sehe ich sie mitten auf der Straße sitzen. Sie schaut zu mir hoch und ich bin sicher, sie grinst. Sie weiß schließlich, was jetzt folgt. Natürlich renne ich, wie jedes Mal, umgehend aus der Wohnung, öffne die Haustüre und rufe angstvoll nach ihr. Sie reckt sich, leckt sich zierlich die Pfoten, wirft ab und an einen prüfenden Blick auf mich, bevor sie sich langsam in Bewegung setzt. Sehr langsam, versteht sich. Stufe für Stufe quält sie sich die Treppe rauf, zögert, ich bin versucht, ihr entgegenzugehen, um sie auf den Arm zu nehmen🙈 Endlich habe ich sie wieder in der Sicherheit unserer vier Wände. Sie steigt an mir hoch , die Krallen andeutungsweise in mein Bein gekrallt und miaut kläglich. „Leg dich sofort hin, ich bedarf der Streichelung“ heißt das wohl auf Altägyptisch und ich beeile mich, dem Befehl Folge zu leisten. Wer will es sich schon mit dem Jenseits verderben😏


Sonntag, 9. Oktober 2022

Auf den Hund gekommen …

 …




bin ich ja schon sehr lange, weil mir ein Leben ohne so einen vierbeinigen Freund einfach unvorstellbar ist. Wenn ich könnte, wie ich wollte, ich hätte ein ganzes Rudel. Da ich aber nicht kann, wie ich ich will, habe ich nur zweieinhalb. Der Halbe ist Katze Maya🤣 Nun sind unsere Hunde etwas größer als der Durchschnittsbello, besonders Linda macht mit ihren 72 cm Schulterhöhe und über 50 kg Kampfgewicht durchaus was her und so Mancher wechselt lieber die Straßenseite, wenn sie auftaucht. Sam ist dagegen ein Zwerg, nur etwas mehr als 60 cm und außerdem immer noch sehr ängstlich, auch wenn das langsam besser wird. Nun könnte man ja annehmen, dass ein Haus, das von zwei so großen Hunden bewacht wird, sicherer als Fort Knox ist, aber … weit gefehlt. Sam würde bei „Feindberührung“ in seine Korb flüchten, und sich sinnbildlich die Decke über den Kopf ziehen, während Linda auf ihre bewährte Strategie des „totkuschelns“ zurückgreift. Sie wirft sich jedem, der kommt umgehend vor die Füße und hakelt mit ihren langen Stelzen nach ihm. Das macht sie dann so lange, bis die Polizei kommt und den Einbrecher festnimmt. Es sei denn, Linda entscheidet sich um und wirft sich dem Polizisten vor die Füße🙈 Ihr seht, als Wachhunde sind beide ein Totalausfall und ich müsste mir wohl eine Gans zulegen, wäre da nicht Katze Maya. Die flüchtet nicht, die kuschelt nicht, sie kreischt so laut, dass jeder potentielle Einbrecher denken muss, wir hielten mindestens einen Löwen in unseren vier Wänden🥴 wir haben also keinen Wachhund, wir haben eine Wachkatze, wer hat das schon? 




 


Freitag, 7. Oktober 2022

Ist Aufgeben eine Option?


 Nee, ist es nicht, hinfallen—aufstehen, Krone richten und weitermachen,  ist eher meine Haltung. Trotzdem, in letzter Zeit schwächele ich immer öfter und finde, dass sich das alles nicht mehr wirklich lohnt. Gute Nachrichten haben Seltenheitswert, Inflation, Deflation, Rezession und ein möglicher  Atomschlag  beherrschen die Medien. Dagegen anzuschreiben kostet verdammt viel Kraft. Humor war aber in allen Zeiten eine starke Waffe, nur gegen diesen geballten  Pessimismus scheint er nicht mehr anzukommen. Die Preise steigen rasant, Butter, Brezel und Benzin, alles wird fast täglich teurer, da hilft es auch nicht, dass ich an meinen Büchern nicht einmal mehr die teure Butter aufs Brot verdienen. Auch wenn sauer bekanntlich lustig macht, und mein „Sauer“ obendrein noch fröhlich und klug, gewährt mir Amazon, gerade noch die bereits erwähnten  0,56 €. Ich müsste also sechs Bücher für ein halbes Pfund Butter, vier für einen Liter Benzin und etwa 1500 für meine Miete verkaufen😱käme da nicht noch die Steuer ….😱 Aber natürlich sind das alles nur müßige Spekulationen, denn wie sagte weiland schon Berthold Brecht in der „Dreigroschenoper“: „Erst kommt das Fressen, dann die Moral“ und das könnte man gut erweitern: Dann die Kultur🥴 Ja, Kultur - und dazu gehören eben auch Bücher - gehört zu den Dingen, die zuerst eingespart werden, wenn die Zeiten schlechter werden. Ist so, war so, bleibt so. Weiß ich natürlich, aber es tut trotzdem weh zu sehen, wie unwichtig es plötzlich ist, was man tut. Und trotzdem mache ich weiter, was soll ich sonst auch tun ? Aber ich möchte an euch alle, die diesen Blog lesen, appellieren, vergesst das Lesen nicht. Bücher sind verlässliche Freunde, auch in dunklen Zeiten. Sie bringen zum Lachen, lenken vom Alltag ab und erwärmen das Herz. Meine Kollegen*innen und ich, die euch unterhalten,  sind gerade jetzt auf eure Treue  besonders angewiesen. Also, vergesst uns bitte nicht.


Donnerstag, 6. Oktober 2022

Einmal um die ganze Welt?

 


Gerade habe ich auf Twitter von einer Lehrerin gelesen, die ganz irritiert fragte, wer heute denn noch fliegt. Ihre Schüler fliegen in den Herbstferien offensichtlich durch die ganze Welt. Nach Thailand, Indien, Sri Lanka, die Türkei und nach Ägypten. Vom Klimawandel ganz abgesehen, wollte sie wissen, wie Eltern das eigentlich bezahlt bekommen. Es gab eine sehr lebhafte Diskussion, da waren die ökonomisch Vernünftigen, für die keine Flugreise mehr infrage kam, um unser Klima nicht weiter zu belasten. Dann gab es die Bodenständigen, die grundsätzlich Urlaub nur in Deutschland machen und die, die ganz offen sagten, dass sie sich das unter keinen Umständen leisten könnten. Die Diskussion mündete dann in der Frage, ob Kinder einen seelischen Schaden erleiden, wenn ihnen die Eltern keine Fernreisen bieten können oder wollen. Mir ist jetzt irgendwie ganz übel, muss vom Kopfschütteln ob eine solchen Frage kommen. Hallo???Geht’s eigentlich noch? Wie dekadent kann man sein?Unser Planet steht 1 cm vom Kollaps entfernt und wir diskutiert darüber, ob Kinder ein Trauma erleiden, wenn sich die Eltern keinen Luxusurlaub leisten können? Um die Frage zu beantworten: Sie würden vermutlich mehr darunter leiden, wenn sie in 20 Jahren nur noch mit Gasmaske auf die Straße gehen könnten. Just my two Cent





Samstag, 1. Oktober 2022

Beschissene Welt!!


 Nein, nicht metaphorisch gemeint, ganz real. Ich habe das große Glück an einem Kleinod in unserer zugebauten Welt zu wohnen. Einer großen Wiese, Eigentum der Kirche und Wasserauffangbecken, naturbelassen, nicht einmal gemäht. Gesäumt wird sie von Kirsch, Nuss und Mirabellenbäumen und sichert uns ebenfalls Jahr für Jahr den Brombeergelee😋

Ich muss nur durch unseren Garten hochlaufen und bin schon da. Meist völlig allein, könnte also im Notfall den Hund auch im Schlafanzug rauslassen. Einmal umrundet, sind es immerhin 2000 Schritte, also eine wirklich große Wiese. Wir Hundehalter haben uns einen Padweg durch das mannshohe Gras getrampelt, 20 - 30 cm breit, rechts und links Wildwuchs. Ein Paradies? Nicht wirklich, denn leider gibt es sie auch hier, diese Zeitgenossen, die glauben, alleine auf der Welt zu sein. Von jeder Rücksicht unbeseelt lassen sie ihre Hunde mitten auf diesen schmalen Weg 💩. Mittlerweile kann man kaum noch einen Schritt machen, ohne in eine dieser Tretminen zu laufen. Es ist ihnen wohl zu mühsam, den Hintern ihres Vierbeiners ein paar Zentimeter weiter nach rechts oder links zu befördern, vom Aufnehmen der Hinterlassenschaft will ich gar nicht erst reden. Ja, ich weiß, man kann darüber diskutieren, ob Kackbeutel aus Plastik wirklich eine vernünftige Idee sind, aber das ist ja nicht mein Thema. Ich weiß auch, dass Hundehaufen angesichts all unserer Probleme auf der Welt eigentlich lächerlich sind, aber Veränderungen fangen bekanntlich im kleinen an. In den Köpfen der Menschen. Ein bisschen Rücksichtnahme, ein bisschen Nachdenken, ein bisschen weniger Egoismus, wäre doch schon mal ein Anfang. Zumal auf diesem schmalen Pfad nicht nur Hunde laufen, sondern auch Eltern mit ihren Kindern. Ob die es wirklich lustig finden, wenn die Kleinen unentwegt in 💩treten, wage ich zu bezweifeln. Vielleicht gäbe es auch weniger Hundehasser auf der Welt, wenn nicht einige Halter derart rücksichtslos wären. 

Ich bin außerdem ganz sicher, dass Inge und Jonathan aus „Herbstgeflüster“ mit ihrem Georg das genauso sehen würden





Freitag, 30. September 2022

Katzen würden Miskas kaufen?


 Also, meine nicht! Wisst ihr, was alle Katzenhalter verbindet: Sie stehen mit suchendem, leicht verzweifeltem Blick vor den Regalen mit Katzenfutter und finden nur das, von dem sie schon wissen, dass ihre Samtpfote es nicht mögen wird. Warum sie  es trotzdem kaufen, gehört zu den unerforschten menschlichen Eigenschaften oder fällt unter das Motto: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber, ich persönlich habe immerhin schon nette Gespräche vor diesen Regalen geführt, ganze Lebensgeschichten gehört, gemeinsames Leid schafft umgehend eine Vertrauensbasis. Zuhause angekommen, erwartet mich Mieze mit diesem gewissen Ausdruck in den Augen, gurrt und schnurrt aber noch scheinheilig um meine  Beine. So, als könne sie kein Wässerchen trüben und freue sich, mich zu sehen. Klar, dass ich  darauf reinfalle, und hoffnungsvoll den Matsch ins Schüsselchen gebe. Katze geht hin, riecht einmal, riecht noch einmal, dreht sich dann mit einem Ausdruck der Ungläubigkeit zu mir um, schüttelt angewidert eine ihrer Vorderpfoten und wendet sich mit Grausen. Zurück bleibe ich Tierquäler, der es gewagt hat, Ihrer Majestät Katze so etwas zuzuzumuten. Erschöpft und entmutigt, koche ich mir einen Kaffee und schmiere mir eines der mitgebrachten Brötchen. Noch habe ich  die Milch im Kaffee nicht umgerührt, erscheint Miez erneut auf der Bildfläche, hüpft graziös auf meinen Schoß und inspiziert die Menschenmahlzeit. Ihr Schnurren wird lauter, und wenn es nicht vollkommen unmöglich wäre, würde ich daraus ein: „Warum denn nicht gleich so?“ interpretieren. Während ich noch versuche, meine Kaffeetasse zu retten, hat Miez bereits herzhaft in den Schinken gebissen. Nicht ohne vorher einmal über die gesamte Scheibe geleckt zu haben. Angeleckt, meins! Bis ich beide Hände wieder frei habe, hat Madame die Scheibe vom Brötchen gezogen und damit die Flucht ergriffen.Hoch auf den Kleiderschrank, dahin, wo ihr so schnell keiner folgen kann. Ich schon gar nicht. Sie weiß das. Ich weiß, dass weder Brötchen noch Schinken, die geeignete Ernährung für Katzen sind, aber zugegeben, manchmal bin ich versucht, ihr schlichtweg ein Butterbrot zu schmieren, müsste ich dann nicht auf die schönen Gespräche vor dem Katzenfutterregal verzichten.😇


Wenn euch meine Geschichten in diesem Blog gefallen, vielleicht sogar zu einem Lächeln bringen, schaut euch doch mal meine Bücher an. Ich bin sicher, sie werden euch gefallen.






Mittwoch, 28. September 2022

Sachen gibt’s, die glaubt man nicht


Tendenziöse Wahrnehmung- So nennt man das in der Psychologie, wenn ein Mensch etwas „aus seiner sehr individuellen Sicht betrachtet“, was real aber ganz anders ist. Beobachtet man besonders häufig bei Hundehaltern🥴Dass der eigene Vierbeiner grundsätzlich der schönste, klügste, bravste , wunderbarste und überhaupt einzigartigste der Welt ist, steht natürlich außer Frage. Da bin ich kein bisschen anders, als jeder andere Hundehalter auch., aber… Es gibt sie, diese Hundehalter mit der tendenziösen Wahrnehmung. Und einen von ihnen, habe ich heute Morgen getroffen. Leider nicht zum ersten Mal.

Es ist eine SIE, ihr Vierbeiner ein kastrierter ER. Sie ist ungewöhnlich klein, eher dafür relativ groß, eine Allianz, die schon mal brisant werden kann. Sobald dieses Gespann von weitem einen anderen Menschen mit Hund kommen sieht, wird es laut. Frauchen wirft sich halb über ihren Hund und brüllt ihm ins Ohr. „Nein, nein, die tun dir nichts. Keine Angst, alles ist gut, schön brav, bleib hier. ganz ruhig.“ Diese Beschwichtigungsversuche hört man etwa 3 km weit.

Leider ist das Leben bekanntlich voller Überraschungen. So kann es passieren, dass man diesem Gespann versehentlich etwas zu nah kommt. Dann erfährt man umgehend, ebenfalls in großer Lautstärke, dass das Hundchen krank ist und große Angst vor anderen Hunden hat. Betrachtet man „Hundchen“ genauer, kann man, ob dieser Aussage, nur  ins Grübeln kommen. Seine Nase ist bis zu den Stirnfalten hochgezogen und lässt einen Blick auf beeindruckende weiße Zahnreihen zu. Die im Nacken aufgestellte Bürste zieht sich durch bis zur steil aufgerichteten Rute mit der zitternden Spitze. Sein Blick ist starr auf das Gegenüber gerichtet. Seine über ihm liegende Besitzerin ignoriert er vollkommen, nicht mal ein Ohr zuckt angesichts der ununterbrochenen Beschallung . Ich weiß nicht, ob man unbedingt ein Hundeflüsterer oder zumindest Kenner sein muss, um sagen zu dürfen, dass nichts von diesen Zeichen auf Angst hinweist. Ganz im Gegenteil, der gute Hund ist auf Stunk aus, und nur das auf ihm liegende Gewicht verhindert einen Angriff. Für mich war jedenfalls heute Morgen der umgehende Rückzug das Gebot der Stunde. Mein Hund, hatte, wir immer, die Lage viel früher erkannt und war bereits im Eiltempo auf dem Weg nach Hause.




Was du gesehen hast …

  Was du gesehen hast ist kein Krimi und auch kein Thriller und schon gar kein Herz/Schmerz - Kitschroman. Es ist die wahre Geschichte eines...